Über die Köchin

Barbara Weissbacher

Eine kleine Geschichte davon, wie alles begann, warum ich die karibische Küche liebe und wie ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht habe.

Meine Urgroßmutter hat mich in die Küche eingeführt. Als kleines Kind schon bin ich bei ihr auf der Arbeitsfläche gesessen, habe beobachtet, geholfen und gekostet. Meine Mutter hat mir Ihre Begeisterung für Kochen und gutes Essen mitgegeben. Mit ihr habe ich viel Zeit in der Küche verbracht, sie hat mit mir gekocht, mich ermutigt und mir die notwendige Freiheit zum selber Ausprobieren gelassen. Mein Vater hat mir die Begeisterung für’s Einkaufen gelehrt und mir gezeigt wie wichtig es ist, den Menschen die unsere Lebensmittel herstellen mit Respekt vor dem Handwerk und Neugierde am Produkt zu begegnen.

Gemeinsam haben meine Eltern meinen kulinarischen Horizont von Beginn an weit angelegt.

Sie waren immer für Neues offen und stets auf der Suche nach gutem und gesundem Essen. Dabei haben sie scheinbar mühelos einen Bogen gespannt zwischen den ersten biologisch-dynamischen Gemüsekisten (die waren damals erdig, immer eintönig und hatten nicht vom urbanen Chic ihrer heutigen Nachfahren) und der Sensation von frischer Pasta und anderer italienischer Besonderheiten (wie zB Mozzarella damals eine war).

Meine Urgroßmutter und ich
Meine Urgroßmutter und ich

Von einer Oma habe ich den Umgang mit großen Mengen gelernt. Gemeinsam mit meinem Opa betrieb sie eine Fleischerei, hat faschierte Laibchen, Gemüsemayonnaise und die dazugehörigen Aspikschüsserln gemacht. Nebenher hat sie Torten und Strudel für diverseste Veranstaltungen im Ort gebacken. Jeden Tag zu Mittag wurde für alle Angestellte gekocht und gemeinsam an einem großen Tisch gegessen. Welche Freude, wenn meine Schwester und ich dabei sein durften!

Von der anderen Oma habe ich die Liebe zu kleinen kulinarischen Besonderheiten. Noch heute erinnere ich mich an meine kindliche Gänsehaut, wenn sie mit sichtbarem Genuss einen rohen Dotter oder ein Stückchen rohe Leber gegessen hat. In unseren gemeinsamen Urlauben hat sie bei Fischern und Bauern eingekauft, die typische Zubereitung der örtlichen Gerichte erfragt und ihr neu erworbenes Wissen sogleich für uns ausprobiert.


Kochen und Segeln in der Karibik

Seit ich Dieter kenne, also seit 1997, verbringe ich Teile des Winters in der Karibik, auf dem Segelschiff Rasmus. Bei sehr individuellen Segeltörns sorge ich für das leibliche Wohl unserer Mitsegler.

Der Geschmack der Karibik hat mich gleich in seinen Bann gezogen.

Die vielen neuen Zutaten und die unbekannten Kochtechniken haben mich fasziniert. Was für eine tolle Erfahrung immer tiefer in eine fremde Küche einzutauchen!

Auch heute noch lerne ich jeden Winter dazu. Es gibt so vieles zu entdecken! Nach all den Jahren des Lernens traue ich mich traditionelle karibische Gerichte ganz vorsichtig und mit viel Achtung in die Gegenwart zu holen. Zu meiner großen Freude werden diese Versuche von Menschen, die auf den Inseln leben, sehr geschätzt.


Privatköchin als Beruf

Seit 2002 koche ich immer mehr. Ich habe als angestellte Köchin in einem Privathaushalt gearbeitet, mit dem Kochkurs Karibisch Kochen begonnen und die ersten Kurse Strudelteigausziehen gehalten.

Unter dem gütigen Blick Maria Theresias habe ich während der Fußball EM 2008 in Meindls Kaffeewelt, damals das größte Kaffeehaus der Welt (direkt an der Fan Meile zwischen Kunsthistorischem Museum und Naturhistorischem Museum) Strudelworkshops veranstaltet. Wohl einer meiner spektakulärsten Arbeitsplätze mit vielen BesucherInnen, die mit Essen so gar nicht wirklich was am Hut hatten. Umso schöner, sie trotzdem für’s Strudeln zu begeistern.

Für Freunde und Bekannte war ich immer schon die Ansprechpartnerin wenn’s ums Kochen ging. Ich habe viel aus- und mitgeholfen, für Feste vorbereitet und Menüs für private Essen zusammengestellt und gekocht.

2012 habe ich schließlich das Gewerbe der Mietköchin angemeldet.


Ausbildung

Mein Selbstverständnis beim Kochen kommt aus dem kulinarischen Reichtum meiner Kindheit, ergänzt durch karibische Einflüsse, italienische Stimmungen und mediterrane Ideen.
Meine Ausbildung war und ist die Tätigkeit in vielen verschiedenen Küchen.

2014 habe ich den HCCP Level 3 Award (Supervising Food Safety in Catering) am Chartere Institute of Enviromental Health London gemacht und die Prüfung für das Professional Culinary Certificate vor der CTH (Confederation of Tourism and Hospitaliy in London) mit ausgezeichnetem Erfolg abgelegt. Um auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben sind Weiterbildungen und Schulungen für mich selbstverständlich.


Themen, auf die ich besonderen Wert lege

  • Qualitative Lebensmittel
    Ich lege viel Wert auf regionale, nachhaltige und vor allem fair produzierte Lebensmittel. Die Produkte, die ich verwende sind naturnah angebaut und aufgezogen, bzw ausgezeichnete Bio-Qualität. Dementsprechend sorgfältig wähle ich meine Partner & Lieferanten und verbringe viel Zeit mit dem Thema Einkauf & Produkte.
  • Genuss trotz Unverträglichkeiten und Allergien
    Auf Unverträglichkeiten und Allergien nehme ich gerne Rücksicht. Da Genuss und Essen für mich untrennbar miteinander verbunden sind, arbeite ich ständig an neuen Rezepten und erweitere mein Wissen zu den entsprechenden Kochtechniken. Viel davon fließt in die individuellen Kochkurse für Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten wie beispielsweise für Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit ein, die Sie gerne buchen können. Als Privatköchin ist es mir ein großes Anliegen, Sie in Bezug auf Allergien und Unverträglichkeiten mit der notwendigen Sorgfalt und Transparenz zu beraten. Bitte sprechen Sie mich darauf an!

Über das Kochen, meine kulinarischen Reisen in der Karibik und meine Arbeit schreibe ich übrigens auch in meinem Blog und auf im7ten.com!
 
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