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Barbara

Gutes Essen war schon immer Teil meines Lebens. Seit 2012 habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und koche als Privatköchin in Wien und in der Karibik.

Ich bin übersiedelt. Nein, nicht in eine andere Straße oder in einen anderen Bezirk, sondern nach Hohenems, am anderen Ende von Österreich. Und ja, ganz. Also nicht nur ein paar Monate im Jahr, wie ich das über Jahre mit den Wintern auf der Rasmus getan habe.

In meinem Herzen und in meinem Denken bin und bleibe ich aber Wienerin. Das soll nicht heißen, dass es mir hier nicht gefällt. Ganz im Gegenteil! Ich genieße die Natur, die Berge und die Langsamkeit, die das Leben in einer Kleinstadt mit sich bringt. Aber Wien spielt halt einfach in einer anderen Liga. Wien ist anders und das bin ich auch 😊  Mein Leben war und ist anders und hat mich entsprechend geprägt. Und dass ich hier als anders empfunden werde, ist sowieso klar – ich bin die Wienerin!

Warum gerade Hohenems? Gute Frage! Was macht man, mit 45 Jahren, nach einer 21-jährigen Beziehung und einem wirklich außergewöhnlichen Leben?

Ich habe das selbstbestimmte Alleinsein genossen, habe gekocht, mich intensiv um Barbaras Küche gekümmert. Ich habe viel Zeit mit sehr lieben Freundinnen und gutem Essen verbracht und wieder so richtig gelebt. In dieser Leichtigkeit war Raum für mein weiteres Leben. Was will ich? Allein bleiben? Weiter kochen und arbeiten wie bisher – halt eben nur das ganze Jahr? Eine Beziehung? Ein neues Abenteuer wagen? Ja, das wollte ich!

Das private Abenteuer: Eine neue Beziehung

Ein paar Tage vor dem ersten Lockdown habe ich Matthias kennen gelernt. Nein, das stimmt nicht ganz. Ich habe sein Profil auf Parship kennengelernt. Und das, obwohl ich mich dort gerade wieder abmelden wollte – nach nur einer Woche hatte ich genug von der doch etwas gespreizten Stimmung in der dort ernsthafte Beziehung gesucht werden. (Allen Leser*innen, die auf Parship eine neue Partnerschaft suchen möchte ich an dieser Stelle aber auch raten dran zu bleiben. Parship macht seine Sache gut und, ganz abgesehen davon, es lohnt die Mühe). Ich wollte eine ernsthafte Beziehung, aber doch nicht so!

Da ging es Matthias offensichtlich sehr ähnlich, denn bei ihm hab ich von Anfang an Freude und Neugierde gespürt. Er hat mich (am Telefon) zu seinem Lieblingsspaziergang mitgenommen, hat sich am Abend mit mir (am Telefon) ans Feuer gesetzt und wir haben bis spät in die Nacht in die Flammen geschaut und dem Knistern zugehört. Wir haben geplaudert und geplaudert und geplaudert und nicht nur einmal sind wir dabei mit dem Telefon in der Hand einfach eingeschlafen. Es war um mich geschehen und auch dem analogsten Teil in mir war bald klar, dass ITler sein, dabei kein Hindernis sein darf 😉

Ideen für ein gemeinsames Leben in Wien und Hohenems gab es viele, aber das Leben ist halt oft klüger, als wir Menschen und hat uns die Möglichkeit gegeben, viel Zeit mitsammen zu verbringen. Wir haben dabei nämlich schnell erkannt, wie wichtig uns das Zusammensein ist. Ich hab also meinen Kopf zurückgepfiffen und bin meinem Herzen gefolgt, hab meine Sachen in der Wohnung in der Harmoniegasse zusammengepackt und bin zu Matthias und seinen Kindern nach Hohenems übersiedelt.

Was bedeutet der Umzug für Barbaras Küche?

Jetzt lebe ich also in Vorarlberg. Dort koche ich fast täglich für 5 wunderbare Menschen, arbeite an meinen neuen Ideen und Konzepten für Barbaras Küche und bin sehr glücklich! Aber wie schon gesagt, Wien bleibt Wien und daher freue ich mich über jede Möglichkeit um hinter dem Arlberg hervorzukommen.

Bitte kontaktiert mich also weiterhin, wenn Ihr in Wien von mir bekocht werden oder einen Kochkurs mit mir machen wollt.

Die Küche in Hohenems weiß ich in meiner Abwesenheit in guten Händen: Der 12-jährige ist ein richtiger Wirbelwind – er schmeckt, riecht, probiert und kreiert Gerichte. Die 18 -jährige lernt in der Schule kochen und lässt die anderen immer wieder mal an ihrem Können teilhaben. Der 19-jährige nähert sich dem Kochen sehr analytisch und fordert sich selbst heraus, in dem er 6 Tage die Mahlzeiten für Geschwister und Vater plant und kocht. Und der Älteste hat vor Monaten die Pizza-Challenge angenommen und legt die Latte da mittlerweile schon sehr hoch.

Das berufliche Abenteuer: Neue Ideen für Barbaras Küche

Barbaras Küche ist schon vor vielen Jahren meine berufliche Heimat geworden. Ich liebe meinen Job als Privatköchin. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres als für und mit meinen Kund*innen zu kochen! In der Zeit der privaten Veränderung hatten auch berufliche Zweifel ihren berechtigten Platz. Die Corona-Lockdowns haben dann ihr Übriges getan und mein berufliches Abenteuer viel schneller als gedacht wahr werden lassen. Wie so oft, wenn einem eine Entscheidung abgenommen wird, ist man zuerst glücklich, dann hadert man ein bissl (weil’s halt doch nicht die eigene Entscheidung war) und dann ist man dankbar.

Und das ist auch schon die Kurzzusammenfassung dessen, was ich seit März 2020 fühle, denke und erlebe. Die Energie, die der abrupte Wegfall all meiner Aufträge freigestellt hat, konnte sich in vielen neuen Ideen und Projekten entfalten. Das Hadern wurde durch schöne Aufträge, die ich zwischen den Lockdowns von meinen Kund*innen bekam stark gemindert. Und in der Dankbarkeit, die aus all dem heraus entstanden ist, wurde mir klar, was mein neues Ziel mit Barbaras Küche ist:

Ich will das Bewusstsein dafür schaffen, dass es beim Kochen um so viel mehr geht als nur ums Kochen.

Wird uns das nämlich einmal klar, können wir ganz anders mit dem Kochen umgehen! Diese Erkenntnis gibt uns die Möglichkeit unseren Zugang und unseren Umgang mit dem Kochen auf eine ganz neue und individuelle Art zu erleben. Dabei ist es ganz egal, ob wir täglich, nur ab und zu, mit Freude, weil’s notwendig ist,… kochen.

Ich freue mich darauf, Euch schon bald mehr über meine neuen Ideen zu erzählen!

Ich und ein Online-Kurs? Ich, die analoge Barbara, die Stadtpläne lieber faltet als googlet, die das Haptische an Kochbüchern schätzt und Ö1 am liebsten aus dem Radio hört?

Aber was tun, wenn ich keine Kochkurse abhalten kann? Ein Online-Kochkurs? Naja, so ganz kann ich mir das nicht vorstellen… Aber trotzdem hab ich mir bestehende Online-Kochkurse angeschaut, mit Bruno von Saporito über das Wie philosophiert, hab mit einem lieben Freund Probeaufnahmen gemacht, hab Ideen geboren und Konzepte verworfen.

Und ich hab über einen Podcast nachgedacht. Wie Ihr wisst liiiiiiebe ich es über’s Kochen zu reden! Es gibt dazu soooo viel zu sagen! Es gibt darüber soooo viel zu erzählen! Da sind die unzähligen Annäherungen ans Kochen. Alles ist möglich. Jeder und jede hat einen eigenen Weg, einen eigenen Zugang. Lieblingsgerichte, kleine Kochfeinde, liebste Zutaten,…

Da war sie, die Idee zu einem Online-Kurs…

  • in dem sich alles um’s Kochen dreht ohne, dass es ein Kochkurs im herkömmlichen Sinn ist
  • in dem ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen längeren Zeitraum begleite
  • in dem sich jede und jeder ganz individuell weiterentwickeln kann
  • in dem wir schmecken, ausprobieren, riechen,…
  • und einmal ganz bewusst das in den Vordergrund stellen, was wir sonst einfach nur tun: das Kochen.

Aber wie’s halt so ist – zu jeder schönen Idee gibt’s Zweifel und Bedenken. Was für ein Glück, genau in dieser Phase bin ich auf SOMBA Kickstart gestoßen! Ein Online-Kurs in dem ich lerne einen Online-Kurs zusammenzustellen und zu launchen, aber viel wichtiger: Ein Format, in dem mich tolle Coaches mit liebevoller Strenge aus meiner Comfort-Zone hinausstoßen. Keine Ausrede gilt! Und schon bin ich mittendrinnen in der digitalen Welt und beschäftige mich mit Dingen, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt.

Was Euch beim Kochen stresst

Ich habe eine Umfrage zu eurer Stimmung beim Kochen gemacht. Was ist für Euch das Schönste am Kochen? Was stresst Euch im Kochprozess am meisten?

Den größten Stress erzeugt offensichtlich das Timing. Das Timing während dem Kochen. Ein voll spannendes Thema! Aber auch sehr, sehr groß. Und ja, ich geb’s gleich zu – für meinen ersten Online-Kurs hab ich mir das für Euch zweitwichtigste Thema ausgesucht. Der kulinarische Alltagstrott.

  • „Was koche ich heute?“
  • „Ich koche immer dasselbe“
  • „Ich möchte mit dem saisonalen Angebot abwechslungsreicher kochen“
  • „Ich trau mich nicht über neue Zubereitungsarten“,…

Und jetzt ist es soweit! Kommende Woche beginnt mein erster 4-wöchiger Online-Kurs Einfach Kochen – Wege aus dem kulinarischen Alltagstrott.

Ich freue mich schon riiiiiiesig und hoffe, dass viele von Euch dabei sein werden!!!

Der erste Testlauf meines Online-Kurses

Wie in meinen Kochkursen möchte ich nämlich auch im Onlineformat so intensiv wie nur irgend möglich auf Eure Bedürfnisse eingehen und dabei hoffe ich auf Eure Unterstützung. In der ersten Runde des Kurses haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit wöchentlich einen Fragebogen auszufüllen damit ich weiß, ob wir in der richtigen Richtung unterwegs sind, oder ob Ihr doch lieber wo verweilen oder abbiegen wollt. Als Dankeschön für Eure Mitarbeit ist die Teilnahme an dieser ersten Runde kostenlos.

Wenn Ihr Interesse habt füllt doch gerne und gleich das Anmelde-Formular aus oder lest hier noch mehr über den Ablauf von meinem Kurs Einfach Kochen.

Ich freu mich auf alle, die mit mir gemeinsam den kulinarischen Alltagstrott verlassen wollen und wünsche uns allen viel Spaß beim Kochen und Genießen!

Dass ich ein richtiger Suppentiger bin, ist kein Geheimnis – ein großes Repertoire an Lieblingssuppen versteht sich dabei von selbst 😉 Momentan ist es die Karottensuppe mit Ingwer. Cremig, mit leichter Süße und dem, für mich notwendigen Pepp vom Ingwer. Unbedingt ausprobieren!

Rezept Karottensuppe mit Ingwer
für 4 – 5 Portionen

500 g Karotten
250 g Zwiebel
3 Knoblauchzehen
35 g – 45 g Ingwer
1 TL Ingwer, gemahlen
½ TL Kurkuma, gemahlen
½ TL Kreuzkümmel
600 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
frisch gemahlener Chili
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frischer Koriander oder Petersilie zum Servieren


  1. Karotten schälen und in Scheiben schneiden.
    Zwiebel klein würfeln.
    Knoblauch und Ingwer schälen und gemeinsam klein schneiden.
  2. Zwiebel in wenig Olivenöl langsam anrösten. Knoblauch, Ingwer und Kreuzkümmel dazugeben und einige Zeit mitrösten. Karotten, gemahlenen Ingwer und gemahlenen Kurkuma dazugeben durchrühren und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen und zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln, bis die Karotten sehr weich sind (das dauert 12 – 20 Minuten – je dünner die Karotten geschnitten sind, umso schneller
    geht´s)
    .
  3. Die Kokosmilch zugießen und die Suppe mit dem Stabmixer pürieren, die Konsistenz, wenn notwendig mit zusätzlicher Kokosmilch oder zusätzlicher Gemüsebrühe korrigieren. Und auch wenn man denkt, es macht nur Arbeit und keinen Unterschied: die Suppe durch ein feines Sieb streichen (ich verwende da gerne die Flotte Lotte) denn es macht einen großen Unterschied!
    Mit Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und einer Prise Chili pikant abschmecken.
  4. Die Suppe nochmals erhitzen und mit gehacktem Koriander oder, wenn man den nicht so mag, mit Petersilie bestreuen und servieren.

Okay, das ist jetzt wirklich eine Art Geständnis, aber ab und zu hab ich echt total Lust auf so ein richtige Retro-Gericht. Schinkenrolle, Käse-Igel, Waldorfsalat, gefüllte Eier, Shrimps Cocktail,… Ja eh… Aber der Shrimps Cocktail ist echt einen Versuch wert 🙂

Rezept: Shrimps Cocktail im Retro-Stil

für 6 – 8 Vorspeisen Portionen | Video ansehen

  • 500 g Shrimps, TK, roh

für den Kochsud

  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zitronenschalenschnitzer (damit meine ich: mit einem kleinen, scharfen Messer einen Streifen von der Zitronenschale abschneiden)
  • 1 TL Zucker
  • ½ TL Salz

zum Anrichten

  • Chicorée Blätter
  • Dille, ganz oder gehackt
  • Forellen Kaviar

für die Cocktailsauce

  • 100 g Blitzmayonnaise
  • 1 – 1½ EL Ketchup
  • ½ TL Kren (frisch gerieben oder gute Qualität aus dem Glas)
  • 2 – 3 EL geschlagenes Schlagobers (das ist opional, aber schon sehr gut 😉 )
  • etwas Sojasauce (oder Weinbrand oder Worchestershire Sauce oder Wiener Würze)
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • Salz und frisch gemahlener Zitronenpfeffer

zum Fertigstellen

  • 1 Avocado

  1. Die tiefgekühlten Shrimps auftauen lassen. Das geht über Nacht im Kühlschrank oder in ca 15 Min in reichlich kaltem Wasser.
  2. So viel Wasser in einen Topf füllen, dass es für die Menge der Shrimps deutlich zu viel erscheint. (Ich weiß, dass das keine präzise Angabe ist, aber ich weiß auch, dass es nach dieser Beschreibung gut funktioniert. Echt!) Alle Zutaten für den Kochsud dazu geben und aufkochen. Die aufgetauten Shrimps ins kochende Wasser geben, den Topf sofort von der Herdplatte ziehen. Shrimps 2 Min (bitte wirklich nicht länger) ziehen lassen, abseihen.
  3. Für die Cocktailsauce Blitzmayonnaise, Ketchup und Kren verrühren. Das geschlagene Schlagober unterheben und mit Sojasauce, eventuell etwa Zitronensaft, Salz und frisch gemahlenen Zitronenpfeffer abschmecken.
  4. Avocado schälen und gemeinsam mit den gegarten Shrimps unter die Cocktailsauce heben. Nochmals abschmecken.
  5. Beim Anrichten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Zwei Vorschläge von mir seht Ihr im Video – aber so viel sei verraten, ich finde, ganze Chicorée Blätter und etwas Dille sind ein Muss und der Forellen Kaviar peppt lässig!

Eine Beilage mit kleinem WOW! Pomme duchesse sind zwar „nur“ eine Beilage, aber immer etwas Besonderes.

Pomme duchesse sind ganz einfach zu machen (wirklich!), auch für viele Personen super zum Vorbereiten (nämlich bis inklusive Punkt 5) und machen einfach was her. Kein Wunder also, dass sie sich mir für’s letzte Rezept-Video vor Weihnachten regelrecht aufgedrängt haben 🙂

Herzlichen Dank wieder einmal an WAUWAU Pfeffermühlen, das Kochen der Rezepte für die Videos macht immer großen Spaß!

Frohe Weihnachten – vielleicht ja mit Pomme duchesse…

Rezept: Pomme duchesse

für 6-8 Beilagenportionen | Video ansehen

  • 500 g mehlige Erdäpfeln
  • 40 g Butter
  • 3 Dotter
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 1 Ei zum Bestreichen

  1. Erdäpfel kochen, noch warm schälen und auf einem Brett ausdampfen lassen.
  2. Butter schmelzen.
  3. Die noch lauwarmen Erdäpfel durch eine Erdäpfelpresse drücken und mit den übrigen Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten.
  4. Masse noch warm in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und in Rosetten auf ein, mit Packpapier ausgelegtes Blech spritzen. Ist die Masse kalt, wird sie fest und lässt sich deutlich schwerer formen. Nun völlig auskühlen lassen. Damit die Masse fest wird, und die Rosetten beim Bestreichen mit dem Ei die Form behalten.
  5. Ei mit wenig Wasser sehr gut verschlagen und die Pomme duchesse mit dem verschlagenen Ei bestreichen. Das geht am besten mit einem sehr weichen Pinsel, Silikonpinsel eignen sich daher nicht wirklich…
  6. Die Pomme duchesse im vorgeheizten Backrohr bei 200˚ C Umluft 10 – 12 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind.

Wieder ein Flammkuchen 🙂 Das Rezept vom Flammkuchenteig mit meinen damaligen Lieblingsbelägen hab ich schon im Sommer 2018 gepostet – aber irgendwie hab ich das Gefühl, Ihr glaubt mir nicht, wie einfach, schnell und unkompliziert er zu machen ist…

Daher jetzt noch mal im WauWau Rezeptvideo. Dieses Mal mit sehr herbstlichen Belägen denen der Käse von Stephan Gruber (https://kaes.at/) besonders gut steht! Ja, man kann natürlich auch anderen Käse verwenden, aber der Besuch von Stephans Marktständen oder seiner Website lohnt dennoch 😉

Ich mache den Flammkuchen gerne aus einem Topfen-Ölteig weil der etwas flaumiger wird als der Teig ohne Topfen und viel schneller gemacht ist als ein Germteig. Zack, zack, zack und der Flammkuchen ist fertig! Beim Kochkurs Glutenfrei kochen & backen am 12.11.19 werden wir auch wieder einen glutenfreien Flammkuchen machen.

Rezept: Flammkuchen mit herbstlichem Belag

für 1 Blech | Video ansehen

für den Teig

  • 200 g Mehl, glatt
  • 125 g Topfen 10%
  • 50 g Olivenöl
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Salz

zum Bestreichen

  • 125 g Topfen
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Variante 1: Kürbis & Speck

  • ¼ Hokkaido
  • 1 rote Zwiebel
  • 80 g Schinkenspeck
  • 100 g Gruyére
  • frische Salbeiblätter
  • Muskatnuss
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Variante 2: Birne & Brimsen

  • 3 – 4 weiche Birnen
  • 1 roter Zwiebel
  • 150 g Brimsen
  • Thymian
  • Koriandersamen
  • Salz und frisch gemahlener Zitronenpfeffer

  1. Backrohr auf 220 ℃ Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Topfen mit Ei, Olivenöl und Salz in einer eher weiten Schüssel gut verrühren.
  3. Mehl mit dem Backpulver vermischen, unter die Topfenmasse rühren und dann verkneten. Ich mache das indem ich das Mehl zuerst mit dem Löffel unterrühre und, wenn der Teig nicht mehr ganz so feucht ausschaut, knete ich ihn in der Schüssel in mit der Hand. Dabei bestaube ich den Teig mit ein bissl zusätzlichem Mehl.
  4. Teig auf ein Backpapier legen, etwas bemehlen und 2 mm dünn auswalken – dabei wird er fast so groß wie das Blech.
    Möchte man lieber 2 kleinere Flammkuchen machen, den Teig einfach halbieren. Einen Teil auswalken und den anderen Teil abdecken oder in Frischhaltefolie wickeln und, je nach Dauer und Raumtemperatur, in den Kühlschrank legen oder heraußen liegen lassen.
  5. Ausgewalkten Teig mit dem Backpapier auf dein Blech heben und mit dem gewürzten Topen bestreichen.
  6. Variante Kürbis & Speck:
    Hokkaido waschen, entkernen und mit einem Sparschäler in dünne Scheiben hobeln. Roten Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Den Speck in Streifen schneiden und den Gruyére grob reiben. Den Flammkuchen mit den Kürbisscheiben belegen. Die Salbeiblätter in kleine Stück zupfen und mit dem roten Zwiebel über dem Kürbis verteilen. Mit Muskatnuss, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit dem geriebenem Käse bestreuen.
    Variante Birnen & Brimsen:
    Roten Zwiebel, schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die Birnen vierteln, schälen und entkernen. In Spalten schneiden und mit dem roten Zwiebel auf dem Flammkuchen verteilen. Thymian von den Stämmchen rebeln und über den Flammkuchen streuen. Wer die Koriandersamen in der Mühle hat, den Flammkuchen einfach damit würzen, wer nicht, hackt die Koriandersamen zuerst (ich geb dazu gerne ein bissl Wasser oder Öl auf die Koriandersamen, damit sie nicht davon springen). Den Brimsen auf dem Flammkuchen verteilen.
  7. Flammkuchen auf der untersten Schiene bei 220° C Ober- und Unterhitze 10 Minuten backen, dann auf den Boden des Backrohres stellen und bei derselben Temperatur weitere 4 – 5 Minuten backen.
    Da jedes Backkrohr ein bissl anders tut, den Flammkuchen dabei beobachten. Der Teig soll jedenfalls an der Unterseite eine durchgehend schöne Farbe haben. Wenn notwendig, den Flammkuchen anschließend noch kurz ganz oben ins Rohr schieben, damit er ein bissl Farbe bekommt.

Ihr kennt sie ja schon, meine liebste Bäuerin Helene und Ihr saisonales Angebot. Wenn man so wie ich unlängst Glück hat, dann geht man um Paradeiser zu Ihr und kommt mit selbigen und Hauszwetschken nach Hause. Beides ist einen Ausflug in die Kettenbrückengasse oder zum Naschmarkt wert!

Die Hauszwetschken wollte ich sofort zu Zwetschkenknödel verarbeiten und hab sie kurzerhand für das Rezeptvideo zu Wauwau  mitgenommen 🙂

Zwetschkenknödel mit Erdäpfelteig sind viel unkomplizierter als man gemeinhin denkt – traut Euch und probiert’s aus! Das Schwierigste ist mitunter gute Zwetschken zu bekommen – aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden mit einem Zwetschkenbaum oder Ihr habt bei Helene Glück!

Rezept: Zwetschkenknödel

für 9-10 Zwetschkenknödel | Zum Rezept-Video

für die Knödel

  • 9 – 10 Zwetschken
  • 250 g mehlige Erdäpfel
  • 100 g griffiges Mehl
  • 25 g Grieß
  • 1 Ei
  • Muskatnuss
  • ½ TL Salz
  • 9 – 10 Stk kleinen Würfelzucker

für die gerösteten Brösel

  • 100 g Brösel
  • 30 g Kristallzucker
  • 50 g Butter

Staubzucker zum Bestreuen


  1. Erdäpfel am Vortag in der Schale weich kochen. Gut ausdampfen und erkalten lassen.
  2. Erdäpfel schälen und reiben oder durch die Erdäpfelpresse drücken. Mit Mehl, Grieß, Ei, Muskatnuss und Salz flott zu einem Teig verarbeiten. Dabei nicht zu lange zu kneten. Mit etwas Mehl stauben und 30 Minuten kühl rasten lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Brösel rösten. Butter in einer Pfanne zerlassen, die Brösel einstreuen und bei mittlerer Hitze unter regelmäßigem Rühren schön braun rösten. Da braucht’s schon ein bissl Geduld, wenn die Brösel nämlich zu wenig geröstet sind, schmecken sie sehr langweilig… Also auf jeden Fall so lange rösten, bis sie so riechen, dass man sie unbedingt kosten möchte 🙂Pfanne vom Herd nehmen und den Kristallzucker einrühren.
  4. Zwetschken auf einer Längsseite öffnen und entkernen. Je einen kleinen Zuckerwürfel statt dem Kern in die Zwetschke geben.
  5. Arbeitsplatte leicht bemehlen. Den Erdäpfelteig zu einer gleichmäßigen Rolle mit ca 5 cm ᴓ formen und in 9 – 10 Scheiben schneiden. Ein Teigstück in die flache Hand legen, eine Zwetschke mittig drauf setzen und mit dem Erdäpfelteig umhüllen. Teig gut verschließen und runddrehen. Mit den restlichen Zwetschken ebenso verfahren.
  6. Kräftig gesalzenes Wasser in einem weiten Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und die Zwetschkenknödel ins nicht sprudelnd kochende Wasser einlegen. Wasser einmal kräftig aufwallen lassen, die Hitze wieder reduzieren und die Zwetschkenknödel leicht wallend 20 Minuten kochen lassen.
  7. Die Zwetschkenknödel aus dem Wasser heben und in den gerösteten Brösel wälzen. Mit Staubzucker bestreuen und sogleich servieren.

Marillenzeit 🙂 Für alle, die schon Marillenmarmelade eingekocht, Marillenkuchen gebacken und Marillenknödel gemacht haben eine neue Lieblingskombination von mir: Marille & Chili. Der Marillenröster mit Chili peppt jede Käseplatte auf. Versprochen!

Okay, okay, beim Dreh vom Rezeptvideo bei WauWau hab ich’s mit dem pfeffern vom Käse ein bissl übertrieben. Aber Ihr wisst ja, wie gerne ich die Mühlen von WauWau verwende und der Kubebenpfeffer riecht dann auch noch sooo gut…

Rezept: Marillenröster mit Chili

für ca 300 ml | Video ansehen

  • 500 g Marillen
  • 50 g – 80 g Kristallzucker (das richtet sich ganz nach den Marillen und dem eigenen Geschmack)
  • etwas Zitronensaft
  • gemahlener Chili

  1. Marillen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden.
  2. Marillenspalten mit Zucker und Zitronensaft in einen Topf zugedeckt aufkochen. Mit halb aufgelegtem Deckel bei mittlerer Hitze und unter wiederholtem Umrühren langsam weich dünsten (das dauert meistens so 10 – 15 Minuten).
    Da kommt’s ganz auf die Marillen und den eigenen Geschmack an – wird der Marillenröster zu flüssig, dann einige Zeit ganz ohne Deckel kochen lassen, legen sich die Marillen sehr am Topfboden an, etwas Wasser dazu geben.
  3. Marillenröster mit Chili würzen, etwas auskühlen lassen und abschmecken.

Sommerküche! Fattoush ist perfekt für heiße Sommertage – lediglich, das Backrohr muss zum Rösten der Brotwürfel eingeschalten werden. Aber selbst das kleine Bissl Mehrwärme hat beim Aufnehmen des letzten Rezeptvideos bei WauWau Pfeffermühlen für Jammern gesorgt… Bei wem? Ich sag niiiicht… 🙂

Eigentlich geht’s beim Fattoush wirklich nur um’s Kleinschneiden. Die, die mich kennen wissen, dass ich dabei ein bissl pingelig bin, denn für’s Mundgefühl ist’s einfach lässig, wenn alles einigermaßen gleichmäßig gewürfelt ist.

Also, nehmt Euch ein bissl Zeit, ein großes Brett, ein gutes Messer und ein Glas Limonade, einen Spritzer oder sonst ein erfrischendes Getränk zur Hand und auf geht’s! ☀️

Rezept: Fattoush – Brotsalat

für 4-6 Personen | Video ansehen

  • 300 g Weißbrot
  • 500 g Paradeiser
  • 1 Gurke
  • 1 gelber Paprika
  • ½ Bd Radieschen
  • ½ Bd Petersilie
  • ½ Bd Minze
  • ½ Bd Dille
  • das Grüne von 2 Frühlingszwiebeln
  • Olivenöl

für das Dressing

  • 70 ml Zitronensaft (das ist der Saft von 1 ½ – 2 Zitronen)
  • 70 ml Olivenöl
  • ½ EL Sumac
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer


  1. Für das Dressing Sumac in eine kleines Schüssel geben und mit kochendem Wasser gerade eben so übergießen. Einige Zeit quellen und dabei auskühlen lassen. Sumac samt Wasser, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer in ein Glas mit Deckel geben. Gut schütteln. Das Dressing sehr salzig und sauer abschmecken – nur Mut, es zahlt sich aus 🙂
  2. Backrohr auf 180˚ C Umluft vorheizen. Weißbrot in 1,5-2 cm große Würfel schneiden. Auf einem Backblech verteilen, kräftig mit Olivenöl beträufeln und mit den Händen durchmischen. Im Backrohr bei 180˚ C Umluft in 10-12 Minuten knusprig braun rösten, dabei einmal wenden.
  3. Paradeiser in eher kleine Würfel schneiden und samt dem austretenden Saft in eine große Schüssel geben. Gurke der Länge nach vierteln und entkernen. Jedes Gurkenviertel der Länge nach dritteln und dann quer in kleine Würfel schneiden. Paprika vom Strunk befreien, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Radieschen in kleine Würfel oder feinblättrig schneiden. Das Grüne von den Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Petersilie, Minze und Dille hacken. Alles zum Paradeiser in die Schüssel geben.
  4. Das geschnittene Gemüse mit den Kräutern und der Hälfte der gerösteten Brotwürfel grob mischen. Mit dem Dressing übergießen, behutsam verrühren und abschmecken. Kurz vor dem Servieren die restlichen, gerösteten Brotwürfel unterheben und, wenn man möchte, mit zusätzlichem Sumac bestreuen.

Mein Tipp:

Für Fattoush eignet sich Weißbrot mit etwas festerer Krume und Kruste wie z.B. Ciabatta oder Baguette besser, als eins mit sehr feinen Poren. Außerdem muss das Brot keinesfalls frisch sein! Es lässt sich sogar besser in Würfel schneiden, wenn es schon 1-2 Tage alt ist. Die perfekte Brotaufarbeitung also 🙂

Im Mai durfte ich für ein Geburtstagsfest in Vinarós, Spanien, kochen 🙂 Dieses Gericht ist eine Inspiration, die bei den Gästen sehr gut angekommen ist – ich hoffe, Ihr werdet es auch mögen!

Sehr erfrischend, schnell gemacht und gut zum Vorbereiten – ideal also für’s Mitnehmen, Picknicken, Grillen, Mittag- oder Abendessen an einem heißen Sommertag ☀️

Danke WauWau für die lustige Zeit während dem Drehen des Rezeptvideos und den Zitronenpfeffer aus der sonnengelben Jumsy – der steht dem Gericht hervorragend 🙂 Viel Spaß beim Nachkochen und schönen Juni!

PS. Kichererbsen & Chorizo mögen übrigens auch viele, die eigentlich keine Fans von Kichererbsen sind. Bitte ausprobieren!

Rezept: Kichererbsen & Chorizo

für 4 Personen | Video ansehen

  • 100 g Chorizo
  • 250 g gegarte Kichererbsen
  • 50 g gemischte Nüsse
  • ½ Bd Petersilie
  • 50 ml Zitronensaft
  • 50 ml Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener Zitronenpfeffer (oder auch frisch gemahlener Pfeffer und geriebene Zitronenschale)

  1. Die gemischten Nüsse auf ein Blech verteilen und im vorgeheizten Backrohr bei 175° C Ober- und Unterhitze 8 Minuten rösten. Etwas auskühlen lassen. Die Haut der Hasel- und Walnüsse zwischen den Handflächen abrebeln. Nüsse grob hacken.
  2. Chorizo in kleine Stücke schneiden und in wenig Öl recht knusprig braten. (Das raucht ziemlich – Fenster auf und keine Sorgen machen 🙂 ) Gebratene Chorizostücke aus dem Fett heben, auf ein Brett legen und etwa auskühlen lassen. Recht fein hacken.
  3. Kichererbsen abspülen und mit den grob gehackten Nüssen und der fein gehackten, knusprigen Chorizo in einer Schüssel geben. Mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Zitronenpfeffer (oder schwarzen Pfeffer und etwas geriebener Zitronenschale) pikant abschmecken. Wenn’s jetzt ein bissl zu sauer und ein bissl zu salzig schmeckt, ist’s gerade recht. Marinierte Kichererbsen & Chorizo gut 30 Minuten durchziehen lassen.
  4. Petersilie hacken. Kichererbsen & Chorizo nochmals abschmecken und die Petersilie kurz vor dem Servieren einrühren (damit sie schön grün bleibt, denn durch die Zitrone verfärbt sich nämlich bräunlich-grün…).