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Barbara

Gutes Essen war schon immer Teil meines Lebens. Seit 2012 habe ich meine Leidenschaft zum Beruf und arbeite als Privatköchin und Koch-Coach in Wien und Vorarlberg.

Was für ein aufregender Tag! Heute in einer Woche halte ich mein erstes Webinar 🤩 Webinar stimmt nicht ganz, denn ich nenn es Workshop. Ich werde den Teilnemer*innen nämlich nicht nur theoretisch erzählen, wie sie im Homeoffice schnell und ausgewogen kochen können, ich werde auch mit ihnen kochen!!! Wenn Du Lust hast mitzumachen, kannst Du Dich immer noch anmelden: Schnell und ausgewogen kochen für Selbständige im Homeoffice. Während dem Workshop werde ich übrigens auch mein neues Online-Programm vorstellen. Ich bin schon sehr gespannt, was die Teilnehmer*innen dazu sagen werden, denn eines ist klar: So einen Kochkurs gab`s noch nie!

Bei meinen Kochkursen sehe ich immer wieder, wie schwer sich manche Teilnehmer*innen mit dem Schälen von Obst und Gemüse tun. Diese Plagerei und die daraus resultierende Unlust ist echt unnötig, denn mit dem richtigen Werkzeug und ein wenig Übung ist das Schälen nicht nur flugs erledigt, sondern macht auch Spaß! Es ist daher nicht übertrieben, sich einmal Gedanken über den Sparschäler zu machen.

Der praktische Wert eines guten Sparschälers ist meiner Meinung nach absolut unterschätzt. Der reelle Wert hält sich sehr in Grenzen. Was wohl mit ein Grund ist, dass man oft zu viele Sparschäler in der Lade hat und gar nicht weiß, welchen man wofür verwenden soll. Denn ja, ganz abgesehen von Deiner persönlichen Vorliebe und Gewohnheit gibt es für jedes Obst und Gemüse den richtigen Sparschäler. Und das geniale ist: wenn Du einen Längsschäler und einen Querschäler besitzt, dann hast Du das gesamte Spektrum abgedeckt.

Warum heißt der Sparschäler Sparschäler?

Weil es mit einem Sparschäler einfach ist, Obst und Gemüse dünn (sparsam) abzuschälen. Um dieses sparsame Abschälen noch einfacher zu machen, befindet sich bei den meisten Modellen ein Abstandhalter gegenüber der Klinge, der die Schäldicke begrenzt. Sparschäler, Gemüseschäler und Schäler meint alles ein und dasselbe und nicht, wie ich lange Zeit gedacht habe, Küchenwerkzeuge mit unterschiedlichen Eigenschaften oder Designs.

 

Was für Sparschäler gibt es?

Sparschäler kann man nach den unterschiedlichen Eigenschaften und Designs folgendermaßen kategorisieren:

Der Längsschäler

Beim Längsschäler liegt die Klinge längs zum Griff und ist quasi eine Verlängerung desselben. Der Längsschäler eignet sich besonders für kleines und rundes Schälgut. Beim Schälen von Erdäpfeln oder Äpfeln liegt der Längsschäler angenehm in der Hand und der Daumen der Schälhand stützt sich am Schälgut ab. Diese Verbindung zwischen Schäler und Schälgut ermöglicht es, Rundungen und kleine, flache Einkerbungen im Verlauf ergonomisch mitzuschälen. Der Längsschäler wird dabei mit den Fingern und der Hand geführt.

Bei langem Schälgut wie Karotten, Spargel und Gurken wird der Längsschäler ohne zusätzlichen Daumenkontakt und mithilfe des ganzen Arms bedient. Der satte Kontakt zum Schälgut fehlt, was sich, mit wenig Übung, eher wackelig anfühlt. Für langes Schälgut empfehle ich daher einen Querschäler.


Der Querschäler

Beim Querschäler liegt die Klinge quer zum Griff, der mit den Fingern der Schälhand gut festgehalten werden kann. Der Querschäler ist daher einfacher zum Halten und ist heute der Schäler, mit dem man als Kind seine Schälkariere beginnt. Das führt oft dazu, dass man für den Rest seines Kochlebens bei diesem Schäler bleibt. Das ist schade, denn das Schälen von kleinerem Obst und Gemüse ist mit dem Längsschäler viel einfacher.

Der Querschäler ist der Sparschäler meiner Wahl, wenn ich langes und großes Gemüse wie Karotten, Spargel, Gurken, Kürbis,… schälen möchte. Bei Verwendung eines Querschälers wird das Schälgut mit einer Hand gehalten und dabei oft am Handballen abgelegt. Der Querschäler wird mit den Fingern der Schälhand gut festgehalten und mithilfe des ganzen Arms dem Schälgut entlanggezogen. (Ein bisschen wie mit einem Nassrasierer.)

Der Querschäler wird, ob seiner Form, manchmal auch Y-Schäler genannt – was man bei den Modellen mit eher dünnem Griff sehr gut versteht. Ich bin ein Fan der Querschäler mit dickem Griff, aber wie gesagt, das ist sehr individuell.


Der Schwenkschäler

Unter einem Schwenkschäler versteht man einen Sparschäler mit beweglicher Klinge. Die Klinge ist auf einem Drehpunkt montiert und passt sich dadurch unter Druck dem Schälgut an. Das macht ihn sehr benutzerfreundlich. Heute sind fast alles Längs- und Querschäler als Schwenkschäler ausgeführt.


Der Sparschäler mit Wellenschliff

Erleichtern das Schälen von Obst und Gemüse mit harter Schale und weichem Fruchtfleisch wie Tomaten oder Kiwis. Es gibt Längs- und Querschäler mit Wellenschliff.


Besondere Sparschäler

Auch unter den Sparschäler gibt es Produkte und Designs, die zu Klassikern geworden sind.

Sparschäler Famos
der Praktische

Der Sparschäler Famos ist ein klassische Längsschäler mit beweglicher und austauschbarer Klinge. Er wurde von Albert Deimel erfunden und 1936 patentiert. Seither wird er in Deutschland gefertigt.

Der Sparschäler Famos ist sehr leicht und liegt mir gut in der Hand. Er ist mein absoluter Liebling, wenn`s ums Erdäpfelschälen geht und kommt bei Bedarf mit zu meinen Kund*innen.


Sparschäler Rex
der Schweizer Designklassiker

Das Original mit dem internationalen Musterschutz («Mod. Int. 11002») ist der erste Sparschäler mit einer quer liegenden Klinge und wurde in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts vom ehrgeizigen Tüftler Alfred Neweczerzal erfunden. Bis 2020 wurde der Sparschäler Rex in einem kleinen Familienunternehmen in Affoltern am Ablis größtenteils von Hand gefertigt und millionenfach verkauft. Im Zuge der Nachfolgeregelung wurde das Familienunternehmen Zena AG der Victorinox AG zum Kauf angeboten und von dieser übernommen.

„Rex“ hat eine bewegliche, quer liegende Klinge und der ergonomische Griff ist aus einem Stück Aluminium gefertigt. Die Stahlklinge ist extrem langlebig und schneidet auch nach jahrelangem Gebrauch noch einwandfrei. „Rex“ ist sowohl zum Schälen von Obst und Gemüse als auch zum Hobeln von Schokolade und Hartkäse geeignet.

Der Sparschäler Rex verbindet Funktionalität und Design auf so geniale Weise, dass er schon in mehreren Design-Ausstellungen gezeigt und 2004  auf der Schweizer 15-Rappen-Briefmarke abgebildet wurde. YSSO – Das Online-Magazin über Handwerk und Design aus dem deutschsprachigen Raum hat 2015 einen sehr schönen Artikel über den „Rex“ und die Geschichte der Zena AG geschrieben: Der King der Küche.

Der Sparschäler Rex ist für Links- und Rechtshänder geeignet.


Sparschäler Jonas
der Klassiker aus Schweden

Der Sparschäler Jonas wurde 1953 in Schweden entworfen und ist, wie der Sparschäler Famos ein leichter Längsschäler mit beweglicher Klinge, der sich perfekt für`s Erdäpfelschälen eignet.

Die Klinge hat zwei Kanten, um die Verwendung in beide Richtungen und mit beiden Händen zu ermöglichen. Obwohl oft kopiert, wird das Original immer noch von Linden Schweden hergestellt. Seit vielen Jahrzehnten ist es der Standardschäler in den USA.


Welche Sparschäler verwende ich?

Wie Du sehen kannst, hab ich echt viele Sparschäler Famos und, wie schon weiter oben erwähnt, verwende ich sie sehr gerne zum Erdäpfelschälen.

Die beiden Querschäler sind meine liebsten Schäler für alle geraden und längeren Gemüse wie Karotten, gelbe Rüben, Petersilwurzeln, Pastinaken, Gurken und auch Spargel.

Du hast richtig gesehen und gelesen, ich besitze keinen speziellen Spargelschäler. Das hat zwei Gründe:

  • Ich bin kein wirklicher Gedget-Freak und hab lieber weniger, dafür praktische und mir sympathische Utensilien in den Küchenladen (da wirken wohl noch die vielen Jahre in der kleinen Schiffsküche nach 😉).
  • Dieses Querschäler Modell hat eine wirklich scharfe Klinge, ist ziemlich leicht und liegt mir mit dem etwas schmäleren Griff so gut in der Hand, dass ich schnell und mit Freude Spargel schäle, auch wenn ab und zu Spargelschalen in der Klinge hängen bleiben.

Der rote Schäler mit der gewellten Klinge war schon in Matthias Küchenlade, wie ich eingezogen bin und wird von ihm und den Kindern gerne verwendet.

Der Sparschäler Jonas weckt bei mir übrigens Kindheitserinnerungen. Ich weiß nicht genau wer, aber meine Mama oder eine meiner Omas hatte ihn ganz sicher verwendet. Ich habe ihn erst jetzt, bei den Recherchen zu diesem Blog-Beitrag wieder entdeckt und werde mir ganz sicher einen besorgen. Gemeinsam mit einem „Rex“ den ich gerne in einer der schönen Farben vom Foto hätte! (Soviel zu „ich habe lieber weniger in meinen Küchenladen“ …)

Hast Du einen Lieblings-Sparschäler? Was schälst Du womit? Ich bin soooo neugierig...

PS. Äpfel schäle ich übrigens am liebsten mit einem kleinen, leicht gebogenen Messerl. Aber dieses Messerl und sein täglicher Einsatz in meiner Küche hat einen eigenen Blog-Beitrag verdient.

Eine sehr schnell zubereitete Vorspeise, die durch ihre Einfachheit und Klarheit zu etwas ganz Besonderem wird. Jedes Mal, wenn ich den marinierten Fenchel mit Avocado zubereite, muss ich dem Impuls widerstehen noch einen geräucherten Saibling oder einen Ziegenfischkäse mit auf den Teller zu tun. Es passt beides sehr gut dazu, aber ohne ist`s einfach besser! Der Mut diese einfache Vorspeise zu servieren wird belohnt, denn der knackige Fenchel, dessen Süße durch die fruchtige Marinade noch verstärkt wird, und die weich-cremige Avocado sind einfach geniale Partner.

Also, das ist ein wirklich schnelles Rezept! Und das tolle ist: Es schmeckt nicht so. Alles, was aus dem Rohr kommt, gibt uns das Gefühl von gutem und wohltuendem Essen und genau so ist es auch. Das einzige Geheimnis bei der Lachsforelle mit ofengeschmorten Paradeisern ist, die Form groß genug zu wählen, denn die Paradeiser sollen lose darin Platz finden. Nur so können sie die Röstaromen entwickeln, die diesem Gericht den besonderen Touch geben.

Es ist erstaunlich, wie oft Kund*innen einen Kochkurs buchen und sich davon das Ergebnis eines Koch-Coachings erhoffen. Wahrscheinlich passiert das, weil das Koch-Coaching noch nicht bekannt genug ist und der Kochkurs daher als einzige Möglichkeit gesehen wird, das eigene Kochen zu verbessern. Das find ich sehr schade, denn der Kochkurs dient ja viel mehr der Unterhaltung und der Freude am Genuss. Wenn`s um die Weiterentwicklung beim Kochen geht, dann ist das Koch-Coaching gefragt.

Den 12. jedes Monats in 12 Bildern festhalten ist dank Draußen nur Kännchen auch unter deutschsprachigen Blogger*innen zur Tradition geworden. Die Regeln sind ganz einfach: am 12. jedes Monats verbloggt man 12 Fotos aus dem Alltag.

Der 12. März 2022 ist für mich geprägt von der Hoffnung Corona entkommen zu sein und dem Gefühl es zu haben. Nachdem der Jüngste am Montag positiv getestet aus der Schule nach Hause geschickt wurde, testen wir alle sehr regelmäßig, üben uns in Abstand und sind gespannt, wer als Nächstes dran ist 🙃

Die Idee, mehr saisonale und regionale Produkte einzukaufen, ist voll super! Macht es doch einen entscheidenden Unterschied, was wir kaufen. Einen Unterschied für die Bäuer*innen und Produzent*innen, die Umwelt und den Geschmack. In diesem Blog-Beitrag zum Saisonkalender März möchte ich Lust und Gusto machen auf das Obst und Gemüse, das es jetzt aus regionalem Anbau gibt. Da sich die Produkte im Saisonkalender oft über Monate ähneln, schau gerne auch in meine Blog-Beiträge Saisonkalender Jänner, Rezepte & Infos und Saisonkalender Februar, Rezepte & Infos.

In diesem Blog-Beitrag zum Saisonkalender Februar teile ich meine Lieblingsgerichte, Rezepte & Infos zu dem Obst und Gemüse, das es jetzt aus regionalem Anbau gibt. Da sich in den Wintermonaten die Produkte am Saisonkalender über Monate sehr ähneln, schau gerne auch in meinen Blog-Beitrag Saisonkalender Jänner Rezepte & Infos.

Hier geht`s zum Saisonkalender Februar von Geo, denn ich finde, der ist sehr übersichtlich und informativ.

SALAT IM FEBRUAR

Da ich auch in der kalten Jahreszeit gerne Salat esse, hab ich im Abschnitt Salat im Jänner schon im Saisonkalender Jänner über meine Liebe zu Rucola, Vogerlsalat und Chinakohl geschrieben. Da es alle drei, also Rucola, Vogerlsalat und Chinakohl auch im Februar aus heimischem Anbau gibt, kann ich meiner Liebe weiter frönen 🙂 Aber es gibt noch genügend anderes Gemüse, aus dem man auch im Winter wunderbare Salate machen kann!

Weißkraut (Weißkohl)

Salate mit Kraut sind soooo schön knackig und schmecken für mich daher im positivsten Sinne gesund. Wahrscheinlich mache ich sie deswegen besonders gerne an grauen Wintertagen. Neben dem klassischen Krautsalat und dem Krautsalat wie in Südtirol mache ich für uns auch Coleslaw oder den fruchtigen Krautsalat, aus dem Kochbuch „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi. Wenn Du das Kochbuch hast: “fruchtiger Rotkohlsalat” auf Seite 102 und wenn nicht, dann findest Du ihn auf www.reggi.hu als Ottolenghi`s genialer Wintersalat, mit ziemlich genau den Abwandlungen, die ich auch mache.

schnelles Rezept
klassischer Krautsalat

Mir kommt vor, der klassische Krautsalat ist bei uns ein bissl aus der Mode gekommen. Irgendwie schade, denn der Arbeitsaufwand ist nicht groß und er hält sich, im Kühlschrank aufbewahrt, mehrere Tage. Und das, ohne an Qualität zu verlieren – ganz im Gegenteil, ich finde, der Krautsalat wird mit der Zeit immer besser!

für 6 – 8 Portionen

  • 1 kg Weißkraut sehr fein hobeln, kräftig salzen (1 TL) und gut durchrühren.
  • 1 Stunde rasten lassen und dabei ca. alle 20 Minuten gut durchkneten.
    (Das Einsalzen und Durchkneten zerstört die Zellstruktur und mach das Kraut weicher und bekömmlicher. Wenn man nicht genug Zeit hat zum Rasten lassen, kann man das Kraut auch länger und öfter durchkneten. Das mach ich auch, wenn ich nur wenig Krautsalat mache, bei größeren Mengen ist mir das Stehenlassen angenehmer.)
  • Das Kraut mit den Händen auspressen und in eine Schüssel geben.
  • 100 ml Wasser, 4 EL Apfelessig und 1 TL ganzer Kümmel aufkochen und heiß über das Kraut gießen. 8 EL Pflanzenöl dazu geben, verrühren und abschmecken.
  • Am besten schmeckt der Krautsalat, wenn er jetzt noch ein bissl durchziehen kann.

MEIN TIPP: 2 geschälte, entkerne und grob gerieben Äpfel geben dem klassischen Krautsalat eine süßlich-fruchtige Note und damit einen unerwarteten Twist.

schnelles Rezept
Krautsalat wie in Südtirol

In Südtirol hat die Wirtin den Krautsalat zu den Spinatknödeln mit Kümmel, Condimento Bianco und Olivenöl zubereitet. Das hat super geschmeckt! Die Art der Zubereitung ist prinzipiell dieselbe, wie beim klassischen Krautsalat, also:

für 6 – 8 Portionen

  • 1 kg Weißkraut sehr fein hobeln, kräftig salzen (1 TL) und gut durchrühren.
  • 1 Stunde rasten lassen und dabei ca. alle 20 Minuten gut durchkneten.
    (Das Einsalzen und Durchkneten zerstört die Zellstruktur und mach das Kraut weicher und bekömmlicher. Wenn man nicht genug Zeit hat zum Rasten lassen, kann man das Kraut auch länger und öfter durchkneten. Das mach ich auch, wenn ich nur wenig Krautsalat mache, bei größeren Mengen ist mir das Stehenlassen angenehmer.)
  • Das Kraut mit den Händen auspressen und in eine Schüssel geben.
  • 100 ml Wasser, 6 EL Condimento Bianco und 1/2 TL ganzer Kümmel kurz aufkochen und heiß über das Kraut gießen. 8 EL kräftiges Olivenöl dazu geben, verrühren und abschmecken.

Karotten

Grob gerieben oder mit dem Sparschäler in sehr dünne Scheiben „geschält“ passen Karotten zu jedem Salat, aber auch pur, mit Olivenöl und viel Zitronensaft gewürzt schmecken sie super.

schnelles Rezept
Karottensalat

Dieser sehr schnell gemachte Karottensalat ist nicht nur super knackig, auch seine knallige Farbe und die zitronige Säure tun im Winter gut!

für 6 Portionen

  • 700 g Karotten schälen oder gut waschen und grob reiben.
    Ich mache das gerne mit dem groben Reibeaufsatz meiner Küchenmaschine, aber wenn Du ein gutes Reibeisen hast, dann geht das auch von Hand recht gut.
  • Die geriebenen Karotten mit viel Zitronensaft, Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
    Der Unterschied zwischen „Karottensalat“ und „WOW“ ist die Menge an Zitronensaft und  Salz. D. h., solange es nur nach Karottensalat schmeckt, hast Du noch nicht genügend Zitronensaft dazu gegeben!
  • Vor dem Servieren nochmals abschmecken und mit frischen Kräutern vermischen. Ich finde, Minze, Dille und Petersilie (sortenrein oder auch gemischt) passen besonders gut, aber da gibt es keine Regel, nimm das, was Dir schmeckt oder was Du zu Hause hast.

 

GEMÜSE IM FEBRUAR

Auch im Februar erstaunt mich die Menge an Gemüse, die es aus heimischem Anbau gibt. Es gibt momentan den, in Österreich noch nicht so bekannten Grünkohl so wie Porree (Lauch) und Kohlsprossen (Rosenkohl) zum Teil noch aus dem Freiland. Als Lagerware gibt es u. A. Chicorée, gelbe Rüben, Erdäpfel (Kartoffeln), Karotten, Kohl, Kürbis, Pastinaken, Rettich, Rote Rübe, Rotkraut, Schwarzwurzeln, Spitzkohl, Steckrübe, Weißkraut (Weißkohl), Zeller (Knollensellerie) und Zwiebel.

Erdäpfel (Kartoffeln)

Auch wenn man manchen Erdäpfelsorten ansieht, dass sie mittlerweile mehrere Monate gelagert wurden, schmecken tun sie immer noch super und Verwendungsmöglichkeiten gibt`s ja genug:

  • Wiener Erdäpfelsuppe
  • cremige Erdäpfelsuppe
  • Erdäpfelgulasch
  • Erdäpfelpuffer
  • Schupfnudeln
    (Mohnnudeln!)
  • Erdäpfelgröstl
    (z. B. Rahmsuppe mit Erdäpfelgröstl, oder ein Cremespinat mit Erdäpfelgröstl, oder …)
  • Erdäpfelspalten aus dem Rohr
  • Ofenkartoffeln (lustig, da sag ich Kartoffel 🙃)
    mit Kräuterrahm und Salat
  • Tortilla de Patatas
    (Um weniger Fett zu verwenden, mach ich die Tortilla de Patats mit gekochten Erdäpfeln. Das heißt, ich koche die Erdäpfel im Ganzen und verwende sie dann geschält und in Scheiben geschnitten wie die frittierten Erdäpfelscheiben im Rezept.)

Besonders mehlige Erdäpfeln eignen sich jetzt, wo sie schon länger gelagert sind, für manche Gerichte besonders gut. Erdäpfelknödel und Schupfnudeln lassen sich aus gelagerten und daher wesentlich weniger feuchten Erdäpfeln besser zubereiten und werden deutlich flaumiger.

Bei uns sind gratinierte Erdäpfel im Moment der totale Hauptspeisen-Hit! Ich mache sie, ganz österreichisch, mit Béchamel, würze sie sehr vorarlbergisch, mit gutem Käse und gebe ihnen, typisch italienisch, mit Kapern Säure und mit Bröseln und Pinienkernen Crunch. Soulfood, vom Besten 💛

Zeller (Knollensellerie)

Also ich gehöre ja zu den Menschen, die Zeller  lieben. Gerne verwende ich ihn gemeinsam mit Karotten und gelben Rüben in Schmorgerichten oder als Gemüse aus dem Rohr. In dieser Kombination sorgt er für einen herzhaften Kontrast zu den süßlichen Karotten und gelben Rüben. Rezeptvorschläge dazu findest Du im Saisonkalender Jänner und dann gibt`s natürlich noch mein Rezept für geschmorte Hühnerkeulen in dem Karotten, gelbe Rüben und Zeller eigentlich die Hauptrolle spielen.

Aber aus Zeller kann man noch soooo viel mehr machen!

Zeller in der Salzkruste, braucht recht lange, aber da er das ganz alleine im Rohr macht und ratzfatz vorbereitet ist, mach ich ihn immer wieder sehr gerne. Durch die eher dünne Haut nimmt er durchaus etwas Salz auf (also Vorsicht beim anschließenden Würzen) und entwickelt eine sehr leichte und angenehme Säure.

  • Frisch aus dem Rohr serviere ich ihn als warme Vorspeise oder leichtes Abendessen. Das geht ganz schnell:
    Schälen und in dicke Scheiben schneiden und mit einer Mischung aus Olivenöl, frischem Thymian und ganz wenig Zitronenschale übergießen. Dazu passt ein guter Ziegenfrischkäse und frisches Weißbrot.
  • Lauwarm oder kalt esse ich ihn aber auch sehr gerne. Dazu schäle ich ihn, schneide ihn in Scheiben und mariniere anschließend mit Codimento Balsamico und Olivenöl. Zum Garnieren verwende ich Walnüsse oder geröstete Haselnüsse und Vogerlsalat.

Relativ oft mache ich auch eine Zellercremesuppe und ein Zellerpüree. Beides ohne Erdäpfeln, denn ich mag den herzhaften Zellergeschmack den ich bei der Zellercremesuppe mit etwas Obers und beim Zellerpüree mit Crème fraîche abrunde.

schnelles Rezept
panierter Zeller

Panierter Zeller ist wirklich schnell gemacht. Am liebsten esse ich ihn mit einer falschen Sauce Tartare und Petersilerdäpfeln.

  • Den rohen Zeller halbieren, in 1 cm dicke Halbmonde schneiden und anschließend schälen.
  • Die Zellerscheiben in Mehl wenden, durch verschlagene Eier ziehen und in Brösel wenden. (Ja, dabei bleibt genug Mehl am rohen Zeller haften und nein, das Mehl soll nicht mit den Händen angepresst werden.)
  • Reichlich neutrales Pflanzenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und den Zeller darin schwimmend von beiden Seiten goldbraun backen. Dabei nur einmal wenden! Wenn der Zeller die richtige Farbe hat, dann ist er gar. Wirklich!!!

Kohlsprossen

Und dann noch die Kohlsprossen!

Ich liebe Kohlsprossen, weiß aber, dass viele sie nicht so mögen und als kohlig und langweilig empfinden. Das ist sehr schade, denn sie sind sehr lange aus heimischem Anbau erhältlich und sehr wandlungsfähig.

Probiert einmal mein Rezept für Kohlsprossen aus dem Rohr. Ich vermische die Kohlsprossen in dem Rezept roh mit Zwiebel, Thymian, Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Olivenöl und schiebe sie ins Rohr. Wenn sie rauskommen sind sie außen leicht knusprig und innen fast schon cremig-weich. Ausprobieren dringend empfohlen!!!

Haben Dich meine Rezepte, Infos und Tipps zum Saisonkalender Februar inspiriert? Gefällt Dir das Format oder würdest Du Dir eine andere Herangehensweise wünschen? Ich freue mich über Deine Meinung in meinen Kommentaren 🙂