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Barbara

Gutes Essen war schon immer Teil meines Lebens. Seit 2012 habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und koche als Privatköchin in Wien und in der Karibik.

In der Karibik gibt’s Rezepte für Banana Bread wie Sand am Meer. Pur, mit Nüssen, mit Schokolade, mit braunem Zucker, mit Öl, mit Butter,… So unterschiedlich Banana Bread auch schmecken kann, mit Brot hat es nie etwas zu tun und in all meinen Jahren in der Karibik konnte mir niemand sagen, warum es dennoch „Bread“ heißt.

Namen hin oder her, das Banana Bread ist ein wunderbar flaumiger Kuchen, der wirklich blitzschnell gemacht ist.

Auf meiner karibischen Lieblingsinsel, Grenada, wachsen Bananen, Kakao, Zimt, Muskatnuss und die Eier kommen sowieso von den allgegenwärtigen Hühnern am Straßenrand. Dort also ein total lokaler Kuchen, der eigentlich immer dann gemacht wird, wenn zu reife Bananen verarbeitet gehören. Bei der Menge an Bananenstauden, die dort wachsen, also so gut wie immer 🙂

Seit ich weiß, wie viel Arbeit es ist Bananen, Kakao, Zimt und Muskatnuss anzubauen freue ich mich umso mehr, dass bei uns all diese Produkte fair getraded zu kaufen gibt. Die Bäuerinnen und Bauern vor Ort, haben sich diese Wertschätzung mehr als verdient!

Für das Kochvideo mit WauWau Pfeffermühlen habe ich das Banana Bread ausgewählt um Euch zu zeigen, wie wunderbar Muskatnuss in Süßes passt – traut Euch nur und dreht kräftig an der Muskatmühle 🙂

Rezept: Banana Bread

für eine Kastenform mit ca 25 cm Länge | Video ansehen

  • 200 g Fruchtfleisch von (je nach Größe) 2 – 3 Bananen
  • 200 g Mehl, glatt
  • 80 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 50 g Bitterschokolade
  • 2 Eier
  • 2 EL Milch oder Rum
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • ½ TL Zimt
  • kräftig Muskatnuss
  • kräftige Prise Salz

  1. Das Backrohr auf 150˚ C Umluft vorheizen, die Kastenform buttern und mehlieren oder mit Backpapier auslegen.
  2. Butter auf kleiner Flamme schmelzen und anschließend leicht überkühlen lassen. Bananen mit einer Gabel sehr gut zerdrücken.
  3. Zucker, zerlassene Butter und Eier in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren. Ein bissl stehen lassen, dabei löst sich der Zucker auf 🙂
  4. Glattes Mehl, Backpulver, Zimt, Muskat und Salz gut vermischen.
  5. Bitterschokolade in kleine Stücke hacken. Ich schneide die Bitterschokolade lieber in sowas wie Späne – das geht am besten mit einem eher großen Messer.
  6. Die Zucker-Butter-Eier-Mischung mit dem Schneebesen gut verrühren (es darf ruhig ein bissl schaumig werden). Die Hälfte vom Mehl einrühren (das darf ruhig ein bissl schlampig sein und geht am besten mit einer Teigspachtel), zermuste Bananen und Milch oder Rum unterrühren (wieder nicht zu viel rühren), die zweite Hälfte vom Mehl einrühren (ja, auch das wieder eher schlampig) und zum Schluss die gehackte Bitterschokolade unterheben.
  7. Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und im vorgeheizten Backrohr bei 150˚ C Umluft ca 60 Minuten goldbraun backen. Stäbchenprobe machen (auf einem in die Mitte des Banana Bread gestochenen Holzstäbchens darf kein Teig mehr kleben).
  8. Den Kuchen aus dem Rohr nehmen, 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, stürzen und vor dem Anschneiden mindestens eine Viertelstunde auskühlen lassen. Ja, das ist eine kleine Ewigkeit…

Gerade rechtzeitig zum Aschermittwoch gibt’s heute mein Lieblingsrezept für Heringssalat – eher pur und ohne viel Schnickschnack. Und weil man’s dazu braucht auch mein Rezept für Blitzmayonnaise. Zu den Rezepten gibt’s auch wieder ein Video – danke WAUWAU Pfeffermühlen! Gutes Gelingen & guten Appetit 🙂

(Ja, ich verwende wirklich ein ganzes Ei für meine Mayonnaise – sie wird dadurch ein bissl leichter 🙂 Wer das nicht möchte, kann statt dem ganzen Ei zwei Dotter verwenden!)

Rezept: Heringssalat mit Blitzmayonnaise

für 6 – 8 Portionen | Video ansehen

für den Heringssalat

  • 600 g speckige Erdäpfel
  • 100 g Essiggurkerln
  • 50 g Zwiebel
  • 2 Äpfel
  • 250 g Mayonnaise (siehe Zutaten Blitzmayonnaise)
  • 200 g Sauerrahm
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • hart gekochte Eier

für die Blitzmayonnaise (ca. 250g)

  • 250 ml Öl
  • 1 ganzes Ei
  • 1 ½  TL Senf
  • 1 TL Essig
  • 1 TL Salz
  • Prise Salz
  • frisch gemahlener grüner Pfeffer

  1. Alle Zutaten für die Mayonnaise in der angegebenen Reihenfolge in einen schmalen Mixbecher geben.
  2. Den Mixstab so am Boden des Bechers platzieren, dass das Ei mit dem Mixstab „eingefangen“ wird. Den Mixstab in Betrieb nehmen und, wenn man sieht, dass sich Mayonnaise bildet langsam nach oben ziehen. Abschmecken. Fertig 🙂
  3. Erdäpfel mit kaltem Wasser bedecken, aufkochen und halb zugedeckt köcheln lassen, bis sie weich sind. Abfrischen und sogleich schälen (denn solange die Erdäpfel noch lauwarm sind lassen sie sich leicht schälen).
  4. Mayonnaise und Sauerrahm in einer größeren Schüssel verrühren.
  5. Heringsfilets in fingerdicke Stücke schneiden. Essiggurkerln der Länge nach viertel und dann in kleine Stücke schneiden. Zwiebel sehr klein und die Erdäpfel etwas größer würfeln. Die Äpfel vierteln, entkernen, schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.
  6. Alle Zutaten zur Mayonnaise-Sauerrahm Mischung geben und unterheben. Mit Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und vielleicht ein bissl Marinade vom Hering pikant abschmecken. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde durchziehen lassen.
  7. Die hart gekochten Eier schälen und in Scheiben oder Spalten schneiden und den Heringssalat damit dekorieren.

Toll, WauWau Pfeffermühlen hat jetzt eine Koriander Mühle im Sortiment! Die möchte ich natürlich total gerne ausprobieren… Für unser gemeinsames Rezept-Video im Jänner habe ich daher ein Rezept für saftig-zartes Hühnerfilet entwickelt, das ich mich Koriandersamen würze 🙂 Dazu gibt’s zitronigen Fenchel. Der schmeckt fast immer und auch denen, die Fenchel sonst nicht so mögen…

Ein wirklich superschnelles Gericht das, wie ich finde, sowohl an sonnigen wie auch an trüben Jännertagen gut passt! Und was soll ich sagen – in die Koriander Mühle habe mich verliebt!

Rezept: Gebratenes Hühnerfilet & zitroniger Fenchel

für 2 Portionen | Video ansehen

für die gebratenen Hühnerfilets

  • 2 Hühnerfilets
  • 1 TL Koriandersamen
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ TL Condimento Bianco
  • ½ TL Honig
  • kräftige Prise Muskatnuss
  • Chilli, nach Geschmack
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

für den zitronigen Fenchel

  • 500 g Fenchel
  • 100 g Rucola oder frischer Blattspinat
  • 125 g Creme fraiche
  • 100 ml Gemüsefond
  • Schale und Saft von ½ unbehandelter Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

  1. Backrohr auf 160˚C Umluft vorheizen.
  2. Die Hühnerfilets zuputzen (was ich wegschneide und was ich dran lasse, seht Ihr im Rezept-Video).
  3. Um Hühnerfilets und Gewürze zusammenzubringen gibt es zwei Möglichkeiten:Die restlichen Zutaten für die gebratenen Hühnerfilets zu einer Marinade verrühren und die Hühnerfilets anschließend damit einreiben.Die Hühnerfilets in eine ofenfeste Form legen (die brauchen wir später noch). Die restlichen Zutaten für die gebratenen Hühnerfilets direkt auf die Hühnerfilets verteilen und dann kräftig vermischen und einreiben.

    Das ist beim
    Einreiben ein bissl eine Patzerei, aber man spart sich das Schüsserl für die Marinade 😉

    Die Koriandersamen müssen in beiden Fällen vorher zerkleinert werden. Dazu legt Ihr sie entweder auf ein Brett, gebt ein bissl Öl dazu (dann springen sie nicht so weg) und hackt sie klein oder Ihr verwendet einen Mörser oder Ihr habt diese echt lässige Koriander-Mühle von Wauwau, die ich im Video verwende! Ich bin ja eher ein Purist, wenn’s um Küchengeräte geht, aber in diese Koriander-Mühle habe ich mich verliebt 🙂
  4. Öl in einer Pfanne gut erhitzen, die Hühnerfilets einlegen und von jeder Seite ca 1 Minute anbraten. Sie sollen dabei nur angebraten und nicht durchgebraten werden. Dabei einfach in der Pfanne liegen lassen und nur einmal wenden. Ich weiß, das ist schwer – aber es macht soooo einen Unterschied!
  5. Hühnerfilets in die ofenfeste Form legen und im vorgeheizten Backrohr bei 160 ˚ Umluft 17 – 20 Minuten fertig garen. Aus dem Rohr nehmen, zudecken und 5 Minuten rasten lassen.
  6. In der Zwischenzeit den Fenchel der Länge nach vierteln, den Strunk entfernen und quer in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  7. Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen. Den Fenchel scharf anbraten (er soll dabei schon ein bissl Farbe bekommen), mit Gemüsefond aufgießen, zudecken und bei sanfter Hitze weich dünsten.
  8. Creme fraiche, Zitronenschale und -saft einrühren und mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer kräftig abschmecken. Rucola oder frischen Blattspinat dazu geben und gerade so zusammenfallen lassen. Nochmals abschmecken und mit den Hühnerfilets servieren.

Kurz vor dem Fest noch die perfekte Weihnachtsnachspeise! Das Eierlikör Mousse kann super vorbereitet werden und ist so schnell zubereitet, dass sich fast noch eine Porberunde ausgeht… 😉 Auch wenn’s dadurch ein bissl länger dauert und es sicher genügend Kekserln gibt – auf die Spekulatiushippen bitte nicht verzichten!

Füllt man das Mousse, so wie ich’s im Video von WAUWAU Pfeffermühlen zeige in Tiefkühlsackerln, braucht’s kaum Platz im wahrscheinlich viel zu vollen Kühlschrank und lässt sich kurz vor dem Servieren problemlos in Glaserln spritzen 🙂

Gutes Gelingen & Frohe Weihnachten!

Rezept: Eierlikör Mousse mit Orange & Spekulatiushippe

für 4 – 6 Portionen | Video ansehen

für das Eierlikör Mousse

  • 220 g Eierlikör
  • 150 g Sauerrahm
  • 300 ml Schlagobers
  • 2 EL Staubzucker
  • 4 Blatt Gelatine

zum Servieren

  • 1 Orange
  • Bitterschokolade

für die Spekulatiushippe

  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl, glatt
  • 50 g Staubzucker
  • 30 g Eiklar
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • Prise Salz
  • Mandelblättchen zum Bestreuen

  1. Für das Eierlikör Mousse ist es wichtig, dass sowohl der Eierlikör als auch der Sauerrahm Zimmertemperatur haben – also beides rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen 🙂
  2. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eierlikör, Sauerrahm und Staubzucker gut verrühren.
  3. Sobald die Gelatine weich ist, aus dem Wasser heben, mit 50 g vom Schlagobers in ein kleines Reinderl geben und bei niedriger Temperatur schmelzen.
  4. Geschmolzene Gelatine in die Eierlikör-Sauerrahm Mischung einrühren. Das geht am besten, indem man zuerst etwas von der Eierlikör-Sauerrahm Mischung zum Temperaturangleichen in die geschmolzene Gelatine einrührt und erst dann zur Eierlikör-Sauerrahm Mischung gibt.
  5. Schlagobers cremig aufschlagen und vorsichtig unter die Eierlikör-Sauerrahm Mischung heben. In individuelle Gläschen füllen und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden, aber besser noch über Nacht, fest werden lassen.
  6. Für die Spekulatiushippe ein Blech mit Backpapier auslegen und das Backrohr auf 180° C Ober – und Unterhitze vorheizen.
  7. Butter vorsichtig schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen.
  8. Eiklar und eine Prise Salz mit einem Schneebesen leicht aufschlagen. Mehl und Staubzucker dazu sieben, ausgekühlte Butter und das Lebkuchengewürz dazugeben. Glattrühren.
  9. Den Teig sehr dünn auf dem Ganzen, mit Backpapier ausgelegten, Blech verstreichen. Ja, es ist wirklich genug Teig für das ganze Blech 🙂 Mit den Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 180° C Ober – und Unterhitze 10 – 12 Minuten backen.
  10. Aus dem Rohr nehmen und die gebackene Hippe gleich mit Hilfe des Backpapiers vom Blech ziehen. Etwas auskühlen lassen und in Stücke brechen.
  11. Orange filetieren.
    Die Orangen dazu oben und unten so abschneiden, dass das Fruchtfleisch sichtbar wird. Anschließend mit einem Messer so großzügig schälen, dass die weiße Innenseite der Schale und die äußere Haut der Orangenspalten mit entfernt werden. Die geschälte Orange nun in die hohle linke Hand legen. Mit einem kleinen, Messer die Orangenfilets nun so herausschneiden, dass sie von den Zwischenhäuten befreit sind. Das geht am besten, indem man immer knapp links und rechts neben den Zwischenhäuten schneidet.
    Von der Bitterschokolade mit einem großen Messer Späne abschaben.
  12. Das Eierlikör Mousse vor dem Servieren mit den Orangenfilets belegen und mit den Schokoladenspänen bestreuen. Einen Teil der Spekulatiushippen dekorativ in die Gläschen stecken, die Rest sofort vernaschen oder für einen anderen Zweck aufheben.

Tipp

Lebkuchengewürz lässt sich, so man alle Gewürze zu Hause hat, sehr leicht selber herstellen. Ich mische dazu:

  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • ½ TL Piment, gemahlen
  • ½ TL Koriander, gemahlen
  • 1 Msp Nelken, gemahlen
  • 1 Msp Ingwer, gemahlen
  • 1 Msp Mace, gemahlen
  • Muskatnuss, gerieben

Wenn Weihnachten naht, beschäftigt man sich meistens nicht nur mit den noch fehlenden Geschenken, sondern auch mit dem Weihnachtsmenü. Für mich ja eine Lieblingsbeschäftigung 🙂 Vielleicht kommt da mein Rezept für gebackenen Ricotta gerade recht!

Eine herrlich leichte Vorspeise, die ich Euch sowohl mit gerösteten Walnüssen & Walnussöl als auch mit schwarzer Trüffel ans Herz legen möchte. Sehr köstlich und perfekt zum Vorbereiten!

Den Ricotta einfach wie im Rezept beschrieben backen, aus den Förmchen nehmen und auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren bei 100˚ C Ober- und Unterhitze ein paar Minuten erwärmen, anrichten und servieren.

PS: Im Film verwende ich die gehackten schwarzen Trüffel von Zigante (erhältlich bei Wald und Wiese) und das Walnussöl von Hartls!

Rezept: Gebackener Ricotta mit schwarzer Trüffel oder Walnüssen

für 4 Vorspeisenportionen | Video ansehen

für den gebackenen Ricotta

  • 250 g Ricotta
  • 60 g Sauerrahm
  • 10 g Stärke
  • 2 Eier
  • 1 EL geriebener Parmesan
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Stämmchen Thymian
  • Prise Chili
  • Salz und frisch gemahlener Zitronenpfeffer

zum Anrichten

  • 100 g Vogerlsalat
  • 2 EL Condimiento Bianco
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Passionsfruchtsirup
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • geriebener Parmesan

Variante 1: schwarze Trüffel

  • 1 kleines Gläschen gehackte Trüffel oder 1 frische, schwarze Trüffel
  • 1 Bd Petersilie
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Variante 2: Walnüsse

  • 40 g Walnüsse
  • 1 Bd Petersilie
  • Olivenöl
  • Walnussöl
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

  1. Für den gebackenen Ricotta Backrohr auf 200˚ C Ober- und Unterhitze vorheizen. 4 Souffléförmchen (à ca 120 ml) mit Butter ausstreichen und mit Mehl ausstauben. Thymian abrebeln und klein hacken.
    • Variante Walnuss: Walnüsse auf einem Blech verteilen und bei 180˚ C Ober- und Unterhitze rösten. Aus dem Rohr nehmen und auskühlen lassen. Die Temperatur auf 200˚ C Ober- und Unterhitze erhöhen.
  2. Ricotta, Sauerrahm und Eier glatt verrühren. Stärke, Parmesan und Olivenöl einrühren. Masse mit Thymian, einer Prise Chili, Salz und Zitronenpfeffer kräftig würzen. In die vorbereiteten Souffléförmchen füllen und im vorgeheizten Backrohr bei 200˚ C Ober- und Unterhitze 20 – 25 Minuten goldbraun backen.
  3. Petersilie fein hacken, großzügig mit Olivenöl übergießen und mit Salz und frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer würzen.
    • Variante Walnuss: Die Haut der ausgekühlten Walnüsse zwischen den abrebeln, die Nüsse grob hacken.
  4. Gebackenen Ricotta aus den Förmchen nehmen und auf Tellern anrichten. Petersilie-Olivenölmischung darauf verteilen. Mit gehackten Trüffel aus dem Glas garnieren oder den frischen Trüffel drüber hobeln. Mit geriebenem Parmesan bestreuen.
  5. Vogerlsalat waschen und trocken schleudern. Condimiento Bianco, Olivenöl, Passionsfruchtsirup, Salz und frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer zu einem cremigen Dressing verrühren.
  6. Gebackenen Ricotta aus den Förmchen nehmen und auf Tellern anrichten. Petersilie-Olivenölmischung darauf verteilen.
    • Variante Trüffel: Mit gehackten Trüffel aus dem Glas garnieren oder den frischen Trüffel drüber hobeln. Mit geriebenem Parmesan bestreuen.
    • Variante Walnuss: Mit Walnussöl beträufeln. Mit dem geriebenen Parmesan und den gehackten Walnüssen bestreuen.
  7. Vogerlsalat in der vorbereiteten Marinade schwenken und neben dem gebackenen Ricotta anrichten. Sofort servieren.

Keine leichte Aufgabe: Biofisch hat diesen Herbst dem Bemühen gewidmet, den Karpfen vom typischen Weihnachts-Karpfen Image zu befreien. Eine leichte Aufgabe: Euch bei meinem zweiten Kochvideo mit WAUWAU Pfeffermühlen mit einem Karpfenrezept wieder in die Karibik zu entführen 🙂

Das Karpfenfleisch ist fest und das geschröpfte Filet nimmt den Geschmack von Gewürzen und Kräutern wunderbar auf. Da war der gedankliche Weg zum karibischen Green-Seasoning nicht mehr weit und von da ausgehend war ich gleich bei einem Curry mit Karpfen. Ich bin schon gespannt, wie’s Euch schmecken wird!

In meinem Bio-Fisch Kochkurs Karpfen geht’s übrigens auch darum die Vielfalt der Karpfenzubereitung auszuprobieren und zu erlernen.

Rezept: Curry mit Karpfen

für 4 – 6 Portionen | Video ansehen

  • 800 g geschröpftes Karpfenfilet
  • Zitronen- oder Limettenspalten zum Servieren

für das Green-Seasoning

  • 10 Stängel Koriander
  • 8 Stängel Petersilie
  • 6 Stämmchen Thymian
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Weißweinessig
  • Prise Chilipulver (wenn man’s schärfer mag auch gerne mehr)

für das Curry

  • 2 mittelgroße Zwiebel
  • 5 cm Ingwer
  • ½ Stängel Zitronengras
  • 1 EL Currypulver
  • 2 TL Kurkuma
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 – 2 TL Tamarindenmark
  • Chilipulver (nach Geschmack)
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

 


  1. Für das Green-Seasoning die ganzen Frühlingszwiebel (also mit dem grünen Teil), Koriander, Petersilie, Thymian und der Knoblauch gemeinsam fein gehackt und anschließend mit Olivenöl, Weißweinessig und Chilipulver vermischen.
  2. Karpfenfilet mit kaltem Wasser waschen, gut trocknen und von der Haut lösen. Das Karpfenfilet zerfällt dabei in unterschiedlich große Stücke, aber das ist okay so 🙂 Karpfenstücke mit Green-Seasoning würzen. Salzen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.
  3. Zwiebel halbieren und klein würfeln. Ingwer in feine Streifen schneiden, das Zitronengras der Länge nach halbieren, fein schneiden und klein hacken.
  4. Zwiebel in Öl glasig rösten. Ingwer und Zitronengras dazu geben und einige Zeit vor sich hin schmurgeln lassen.
  5. Currypulver und Kurkuma bei niedriger Hitze einrühren.Am besten zieht man dazu den Topf von der Herdplatte. Der Geschmack und die Farbe von Currypulver entfalten sich nämlich am besten, wenn es bei milder Temperatur mit Fett vermischt wird, bei zu großer Temperatur wird es aber leicht bitter!
    Mit Kokosmilch aufgießen und sanft einkochen lassen.
  6. Die Currysauce mit Tamarindenmark, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Chili pikant abschmecken. Die marinierten Karpfenstücke in die heiße Currysauce legen. Zudecken und auf kleiner Hitze einige Minuten gar ziehen lassen. Nochmals abschmecken und sogleich servieren.

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Dabei hat der Kürbis gar nichts mit den kälter werdenden Temperaturen zu tun sondern ist vielmehr ein Kind des Sommers, das die Wärme der Sonne zum Wachsen braucht. Kein Wunder also, dass er sich in der Karibik sehr wohl fühlt und auf unterschiedlichste Arten zubereitet wird.

Vor ein paar Tagen hab ich von einer lieben Kundin einen wunderbar schönen und unglaublich großen Muskatkürbis geschenkt bekommen – inklusive Transport bis in den vierten Stock! Perfektes Timing für mein erstes Kochvideo mit Wauwau Pfeffermühlen, ein paar Karibikerinnerungen und mein liebstes Kürbiscremesuppen Rezept 🙂

Rezept: Karibische Kürbiscremesuppe

für 8 Portionen | Video ansehen

  • 600 g Kürbisfleisch
  • 2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 cm Ingwer
  • 2 Thymianstämmchen
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 schwacher EL Suppenwürze
  • 1 l Wasser
  • 200 ml Kokosmilch
  • gemahlener Chili, nach Geschmack
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zum Servieren

  • geröstete und gesalzene Cashewkerne
  • Koriander
  • Macadamiaöl

  1. Kürbis in große Stücke schneiden. Zwiebel klein würfeln, Knoblauch fein schneiden oder pressen, Ingwer klein würfeln oder reiben.
  2. Zwiebel in etwas Öl anschmurgeln. Ingwer und nach ein paar Minuten auch den Knoblauch dazugeben und beides ein bissl mitrösten. Den Topf von der Herdplatte ziehen, Currypulver und Kurkuma einrühren. Der Geschmack und die Farbe von Currypulver entfalten sich am besten, wenn man es bei milder Temperatur in Fett röstet, bei zu großer Hitze wird es aber leicht bitter!
    Mit einem Teil vom Wasser aufgießen und wieder auf die Herdplatte stellen.
  3. Kürbis, Thymianstämmchen und Suppenwürze in die Suppe geben und aufkochen lassen. Zugedeckt köcheln bis der Kürbis weich ist.
  4. Während die Suppe kocht die Cashewkerne grob hacken und den Koriander schneiden.
  5. Wenn der Kürbis weich ist, die Thymianstämmchen aus der Suppe fischen, mit Kokosmilch aufgießen und pürieren. Die Konsistenz der Suppe ist sehr von der Kürbissorte abhängig und kann mit dem restlichen Wasser oder Kokosmilch korrigiert werden.
  6. Die Karibische Kürbissuppe mit Chilipulver und frisch gemahlenem Pfeffer pikant abschmecken. In tiefen Tellern anrichten, mit den gehackten Cashewnüssen und Koriander bestreuen und mit einem guten Schuss Macadamiaöl beträufeln.

Sommerzeit ist Grillzeit! Sämtliche Koch- und Lifestylemagazine versprechen die besten Grillrezepte, die ausgefallensten Salate und die einfachsten Dipsaucen. Bei mir gibt’s daher etwas anderes: ein Flammkuchen-Rezept.

Vor nicht allzu langer Zeit hab ich für einen individuellen Kochkurs ein Rezept für einen glutenfreien Flammkuchenteig erarbeitet und die Fotos dazu gepostet. Die Folge? Nachfragen nach einem Flammkuchenteig aus Weizenmehl. Also hab ich auch da angefangen zum Herumexperimentieren und hab dabei quasi zufällig herausgefunden:

  • wie schnell und unkompliziert ein Flammkuchen gemacht ist
  • wie gut Flammkuchen & Spritzer zusammenpassen
  • dass Flammkuchen mit Zucchini & Paradeiser daher ein perfektes Sommeressen ist

Der Flammkuchen stammt ursprünglich aus dem Elsass und wurde seinerzeit vor dem Brotbacken zum Überprüfen der Temperatur in den Holzofen geschoben. Logischerweise war er daher aus Brotteig – mit oder ohne Germ, je nach Gegend und Tradition. Meistens kam er in den Holzofen, wenn die Flammen noch nicht ganz heruntergebrannt waren – ja, daher auch der Name!

Mit dem dünnen Teig konnte im Gegensatz zum Brotlaib nicht viel schief gehen – war der Ofen noch zu heiß, wurde der Flammkuchen vielleicht zu dunkel, war der Ofen nicht mehr heiß genug, wurde er ein bissl zu trocken, aber essen konnte man ihn immer!

Das Rezept

Ich mache den Flammkuchen gerne aus einem Topfen-Ölteig weil der etwas flaumiger wird als der Teig ohne Topfen und viel schneller gemacht ist als ein Germtieg. Schließlich ist Sommer und da möchte man gerne raus und nicht zu viel Zeit in der heißen Küche verbringen 😉

Beim Belag sind er Fantasie echt keine Grenzen gesetzt. Der Klassiker ist sicher die Variante mit Creme fraiche, Zwiebeln und Speck – im Moment finde ich folgendes Rezept sehr passend.


Zutaten

Für den Teig:

  • 200 g Mehl, glatt
  • 125 g Topfen 10%
  • 1 Ei
  • 50 g Olivenöl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Salz

Für den Belag:

  • 1 Zucchini
  • 4 – 5 Cocktailparadeiser
  • 8 Schwarze Oliven
  • 125 g Topfen
  • 60 g Feta
  • 1 EL Olivenöl
  • einige Stämmchen Thymian
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

  1. Backrohr auf 220 ℃ Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Topfen mit Ei, Olivenöl und Salz in einer eher weiten Schüssel gut verrühren.
  3. Mehl mit dem Backpulver vermischen, unter die Topfenmasse rühren und dann verkneten. Ich mache das indem ich das Mehl zuerst mit dem Löffel unterrühre und, wenn der Teig nicht mehr ganz so feucht ausschaut, knete ich ihn in der Schüssel in mit der Hand. Dabei bestaube ich den Teig mit ein bissl zusätzlichem Mehl.
  4. Teig auf ein Backpapier legen, etwas bemehlen und 2 mm dünn auswalken – dabei wird er fast so groß wie das Blech. Möchte man lieber 2 kleinere Flammkuchen machen, den Teig einfach halbieren, einen Teil in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen und den zweiten Teil auswalken.
  5. Ausgewalkten Teig mit dem Backpapier auf das Blech heben.
  6. Für den Belag Topfen mit Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer verrühren.
  7. Die Zucchini mit einem Sparschäler der Länge nach in dünne Blätter schneiden, die Cocktailparadeiser halbieren, die Oliven der Länge nach vierteln.
  8. Den Flammkuchen mit dem gewürzten Topfen bestreichen und mit den Zucchini-Blättern dachziegelartig belegen. Die Cocktailparadeiser, die Oliven und den abgerebelten Thymian auf den Zucchini verteilen. Den Feta grob zerteilen und drüber streuen.
  9. Flammkuchen auf der untersten Schiene bei 220° C Ober- und Unterhitze 10 Minuten backen, dann auf den Boden des Backrohres stellen und bei derselben Temperatur weitere 4 – 5 Minuten backen.
Da jedes Backkrohr ein bissl anders tut, den Flammkuchen dabei beobachten, der Teig soll jedenfalls auch in der Mitte gut durchgebacken sein.
Wenn notwendig, den Flammkuchen zum Schluss noch kurz ganz oben ins Rohr schieben, damit er ein bissl Farbe bekommt.

Im Moment schmeckt mir der Flammkuchen mit auch nur mit 3 – 4 in Scheiben geschnittenen Paradeisern und 2 in Scheiben geschnittenen Mozzarella belegt sehr gut! Nach dem Backen unbedingt mit frischem Basilikum bestreuen 🙂

Zu guter Letzt bin ich noch über ein Rezept gestolpert, bei dem der Griller mit im Spiel ist: „Pizzastein im indirekten Bereich des Grills bei 250 – 300°C für gute 10 Minuten aufheizen. Flammkuchen bei geschlossenem Deckel für 8-10 Minuten knusprig ausbacken.“ Schreiben die www.grillkameraden.de!

Ich freu mich auf grillendes und nichtgrillendes Feedback und wünsch Euch auch weiterhin einen schönen Sommer!

PS. Da es zu glutenfreien Teigen doch immer recht viel zu sagen (und auch recht viele Fragen) gibt freue ich mich auf meine neuen Kochkurse glutenfrei Backen & Kochen. Gleich im ersten Kurs am 2. Oktober 2018 machen wir unter anderem auch den glutenfreien Flammkuchenteig!

Der einzige Nachteil vom Karpfen ist, dass er Karpfen heißt! Würden wir ihn einfach anders nennen und damit die vielen Karpfenerinnerungen umgehen, ich bin überzeugt, er wäre ein beliebter Speisefisch.

Mein Weg zur Karpfenliebe

Die meisten von uns haben einfach kein Bilder, keine Gerüche, keinen Geschmack zu einem Mhmmm-das-war-gut-Karpfengericht.

Bei mir war das auch nicht anders und darum bin ich Marc Mößmer von der ARGE Biofisch sehr dankbar, denn er hat mich vor einiger Zeit auf den Karpfen gebracht. Mit viel Spaß habe ich seither Rezepte für meinen Bio-Fisch Kochkurs Karpfen entwickelt und ausprobiert. Hab Freunde verkosten lassen und mich immer wieder gefreut, wenn’s geschmeckt hat.

„Wow, das ist gut – schmeckt gar nicht nach Karpfen!“

Der arme Karpfen. Er schmeckt also nur, wenn er nicht nach Karpfen schmeckt… Was so natürlich nicht stimmt!

Das Gute am Karpfen

Karpfen aus verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafteten Teichen schmeckt, und zwar, einfach gut! Karpfen hat keinen sehr aufdringlichen Eigengeschmack und lässt sich daher sehr vielfältig verwenden. Besonders das geschröpfte Filet nimmt Gewürze gut auf. Das Fleisch ist robust aber fein. Karpfen muss nicht so auf den Punkt gebraten werden wie Saibling, Forelle oder gar Thunfisch und schafft es daher immer saftig auf’s Teller.

Ich sag’s Euch, der Karpfen ist der kleine Wunderwuzzi unter den heimischen Fischen! Gut, dass er im Fischratgeber von Greenpeace unter den ganz wenigen Fischen ist, die regelmäßig mit „Wenn Fisch dann dieser“ ausgezeichnet werden 😊

Karpfen gehört zu Weihnachten. Warum das so ist, weiß ich zwar nicht, aber ich hoffe, dass dadurch auch heuer wieder das eine oder andere Vorurteil abgebaut wird. Und um dem Nachzuhelfen habe ich auch gleich ein weihnachtliches Karpfenrezept für Euch, das durch drei Dinge besticht: es ist gut zum Vorbereiten, einfach zum Fertigstellen und optisch extrem weihnachtlich. Was braucht es mehr in den turbulenten Vorbereitungen zum schönsten Fest des Jahres!!! Da kann man schon mal vernachlässigen, dass es zwei durchaus schwierige Produkte vereint, nämlich Karpfen und Rote Rüben.

Okay, okay,… Wer Rote Rüben nicht mag, ersetzt sie einfach durch gemischte Kräuter und etwas gepressten Knoblauch. Wen der Karpfen skeptisch stimmt, dem rate ich dringend, es trotzdem auszuprobieren.

Gutes Gelingen und frohe Weihnachten!


Weihnachtliche Karpfenpackerln

Zutaten für 6 Portionen

  • 900 g Karpfenfilet, geschröpft
  • 1 Glas milder Rote Rüben Salat (ich verwende gerne den von Staud’s)
  • 60 g Butter
  • Kren (frisch gerieben oder aus dem Glas)
  • Honig
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 6 Backpapierstücke, die Standardbreite von ca 38 in 25 cm lange Stücke geschnitten
  • Küchengarn oder Heftklammern

Zubereitung

  1. Karpfenfilet mit kaltem Wasser abspülen, trocknen und in 6 annähernd gleich große Stücke schneiden.
  2. Den Rote Rüben Salat abgießen. Den Kren reißen oder das Glas öffnen 😉  Butter in 6 Stück schneiden.
  3. Je ein Karpfenfilet in die Mitte des Backpapiers legen und mit Salz und Pfeffer würzen. Darauf kommen 2 EL Rote Rüben Salat, ½ TL Honig, 1 guter TL Kren und ein Stück von der Butter. Das Backpapier über dem Fisch zusammenfalten und an den Seiten wie Zuckerln zusammenbinden (oder mit Heftklammern zusammenklammern) und auf ein Backblech legen.
    Bis hierher lässt sich alles sehr gut vorbereiten. Die Karpfenpackerln bis zur Verwendung kühl stellen. Kurz vor dem Essen, das Backrohr auf 200° C Umluft vorheizen und:
  4. Die Karpfenpackerln ins Rohr schieben und bei 200° C Umluft 12 Minuten garen. Aus dem Rohr nehmen, 2 Minuten rasten lassen und entweder im Backpapier oder auf individuelle Teller angerichtet servieren. Dazu passen Salzerdäpfel und ein einfaches Sauerrahmsaucerl.

Endlich kommt der Sommer! Parks, Bäder, Wiesen und Strände laden zum Verweilen und Lesen ein. Ich finde, Sommerlektüre muss zu den Temperaturen passen: Prickelnd & leicht, fruchtig & erfrischend soll sie sein. Und wer mich kennt weiß, dass auch ein bissl Schokolade nicht fehlen darf 😉

Ich habe fünf Bücher zum Thema Kochen & Genießen für Euch ausgesucht, die genau diesen Kriterien entsprechen. Ich bin schon gespannt, ob die Beschreibungen Gusto machen, und wem welches Buch „schmeckt“.

Über Rückmeldungen zu den vorgestellten Büchern freue ich mich ebenso sehr wie über Eure Empfehlungen für den Sommer.

Viel Spaß beim Gustieren & Lesen!


Julian Barnes
Fein gehackt und grob gewürfelt
Der Pedant in der Küche

sommerlektuere_feinGehacktUndGrobGewuerfeltJedes Mal, wenn ich dieses Buch zur Hand nehme, schafft es Julian Barnes, mich launig zu unterhalten und mich ein bissl zu nerven. Mit seinem durchaus britischen Humor lässt er mich schmunzeln, lachen und nachdenken.

Aus der Perspektive des Pedanten, dem es beim Kochen nur darum geht, alles richtig zu machen, schreibt er philosophisch über Kochbücher und die, die sie geschrieben haben. Die Angst, dass etwas nicht gelingen könnte sitzt dem Protagonisten dabei immer im Nacken und die Freude, wenn etwas gut schmeckt, ist überschattet von der Möglichkeit, beim nächsten Mal zu scheitern. Ich sag ja, er kann nerven…

Trotzdem empfehle ich das Buch aus ganzem Herzen! Sommerlich leicht eröffnet es auch Nichtpedanten einen unterhaltsamen und neuen Blick auf Kochbücher. Die beschriebenen Möglichkeiten sie auf unterschiedliche Arten zu lesen und zu verstehen, geben uns die Chance für einen neuen, ungezwungenen Zugang zu den manchmal streng erscheinenden Küchenhelfern.


Jaap Westerbos
Das Tao der Kartoffel
Warum Weisheit durch den Magen geht

sommerlektuere_taoDerKartoffel„In der Küche gibt es nichts, was nicht auch auf das Leben übertragbar wäre, und alles aus dem Leben brauchst du, wenn Du kochst“, sagt Jo Kwan auf Seite 212 des Buches.

Jo Kwan ist ein chinesischer Küchengott. Er verwickelt den Koch und Ich-Erzähler des Buches in launische Gespräche, gibt ihm Rätsel auf, spielt ihm Streiche und erzählt ihm Geschichten. Fein verpackt geht es dabei ums Kochen, Essen und Schmecken ebenso, wie um Freundschaften, taoistische Gedanken und Zen-Weisheiten.

Ein Buch, das ich sehr gerne zur Hand nehme. Meistens allerdings zieht mich die Plappertasche Jo Kwan so schnell von Geschichte zu Geschichte, dass ich während des Lesens zu wenig nachdenke.

Passt auch, denken kann ich dann im Nachhinein.


Tania Blixen
Babettes Fest

sommerlektuere_babettesFestIn dieser kleinen Novelle erzählt Tania Blixen von der Pariser Köchin Babette, die während des französischen Bürgerkrieges fliehen muss und in Norwegen bei den Propsttöchtern Martine und Philippa Aufnahme findet. Nachdem sie viele Jahre als Magd im Haushalt der sparsamen Schwestern gearbeitet hat zeigt sie, mit einem zuerst unpassend erscheinenden Dinner, dass Kochen eine Kunst und sie eine Künstlerin ist.

Alle, die an jenem Abend an der Tafel sitzen dürfen, entkommen für die Dauer des Mahls ihrem tristen Dasein, und auch die, die die Kunst nicht erkennen, werden weit über die Grenzen des Vorstellbaren von ihr berührt.

1950 wurde die Geschichte das erst Mal in einer Zeitschrift veröffentlicht. Heut erscheint sie als kleines Büchlein, das in aller Bescheidenheit sehr gewaltig davon erzählt, wie sehr Kochen und Essen auf die Gemeinsamkeit der Tischrunde wirkt.


Joanne Harris
Chocolat

sommerlektuere_chocolatDen Film hab ich nicht gesehen, aber das Buch sehr gerne gelesen.

Im Karnevaltreiben kommt Vianne mit ihrer Tochter Anouk nach Lansquenet-sous-Tannes und bleibt. Sie ziehen in das verlassene Haus des Bäckers und Vianne versucht mit Schokolade und ihrer Gabe zu fühlen, was andere Menschen brauchen, das Grau aus dem trägen Alltag des Städtchens zu vertreiben. Dass das, genauso wie die Fremden, die mit ihren bunten Booten am Flussufer festmachen, auf Widerstand stößt, versteht sich von selbst.

Es geht ums Ankommen & Bleiben, um Heimat & Fremde, um die Angst vor Neuem, sowie die kleinen Wunder, die passieren, wenn man sich dennoch darauf einlässt.

Ein irgendwie romantisches Buch für sommerliche Regentage, an denen man es sich mit einer Tasse heißer Schokolade zum Lesen bequem machen kann.


Martin Sutter
Der Koch

sommerlektuere_derKochObwohl schon 2010 erschienen ist die Geschichte vom Tamilen Maravan immer noch sehr aktuell.

Weil er Asylwerber ist, zählt weder seine Begabung noch sein Können als Koch und er muss froh sein, als Hilfskraft in einem Züricher Sternelokal arbeiten zu können. Als er seinen Job verliert, versucht er das vor seiner Familie in Sri Lanka zu verbergen, denn die baut nicht nur auf seinen Erfolg, sondern auch auf seine finanzielle Unterstützung.

Neben all der Schwierigkeiten verzaubern Maravans Menüs derart, dass eine Frau, die sonst nur an Frauen interessiert ist, mit einem Mann schläft und eine Frau, die sonst nur an Männern interessiert ist, mit einer Frau. Die Idee eines Caterings für Liebesmenüs wird geboren und die Verstrickungen beginnen.

Für mich ist „Der Koch“ ein Roman über die Liebe zum Kochen und die enge Verbindung zwischen Geschmack und Heimat. Und Martin Sutter lese ich sowieso immer gerne.