Author

Barbara

Gutes Essen war schon immer Teil meines Lebens. Seit 2012 habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und koche als Privatköchin in Wien und in der Karibik.

Die Rote Rübe lässt in Österreich niemanden kalt! Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Da gibt es kein Dazwischen. Ich finde das echt spannend. Warum ist das so? Liegt es an ihrem kräftigen, alles verfärbenden Rot? Hat es mit ihrem erdig-süßen Geschmack zu tun? Oder wird sie in der österreichischen Küche einfach ein bisschen vernachlässigt ?

Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen habe ich die Rote Rübe zur Zutat des Monats September 2021 erkoren.

Ganz deutlich zeigt die Rote Rübe, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können. Was die eine an ihr liebt und schätzt, kann die andere nicht leiden. Die Lager sind dabei stark abgegrenzt, es gibt kein Mittelfeld auf dem sich diejenigen treffen, denen es egal ist, ob sie eine Rote Rübe im Essen haben oder nicht.

Die Rote Rübe in der österreichischen Küche

Die mit der Futter- und der Zuckerrübe verwandte Rote Rübe war lange Zeit ein Arme-Leute-Essen und hat den Aufstieg in die Bürgerliche Küche nie so wirklich geschafft hat. Im Sacher Kochbuch finden sich 5 Rezepte für die Rote Rübe, darunter die polnische Rote Rüben Suppe, der Rote Rüben Kren und der, heute noch sehr verbreitete, Rote Rüben Salat.

Wenn man Rote Rübe sagt, denken und schmecken Herr und Frau Österreicher meistens genau diesen Roten Rüben Salat. Und das ist wahrscheinlich auch schon mit ein Grund, warum es die Roten Rüben bei uns ein bissl schwer haben. Wir haben die Roten Rüben gekocht und eingelegt ins Glas gepackt und lassen sie da nicht mehr so richtig raus! Weil wir die Roten Rüben geschmacklich mit dem Roten Rüben Salat verbinden, sind wir nicht offen für ihre Texturenvielfalt und die vielen unterschiedlichen Varianten, in denen sie zubereitet werden kann. Wir probieren nicht wirklich was aus mit ihr, denn was kann man denn mit deinem Salat schon machen?

Ich  liebe Roten Rüben Salat und verbinde ihn stark mit meiner Kindheit. Wenn es schnell gehen sollte oder bei einem Picknick – ein Glas vom der selbstgemachte Rote Rüben Salat war schnell aufgemacht und gut mitzunehmen.

Durch Kochen, heißen Essig und das Verschließen der heißen Gläser wird der Roten Rüben Salat haltbar gemacht. Was sehr praktisch aber in Zeiten von Kühlschrank, Tiefkühler & Co nicht mehr notwendig ist.  Abgesehen vom all-time-Klassiker Erdäpfelsalat bestehen unsere Salate heute vorwiegend aus rohen Zutaten, sind knackig und frisch. Da wollen die weichen Roten Rüben Scheiben im roten Essigsud nicht so ganz dazu passen. Sehr oft, kommt der Rote Rüben Salat noch dazu billig zugekauft und daher in schlechter Qualität auf den Tisch.

Was sehr schade ist, denn obwohl der Rote Rüben Salat durchaus etwas altvaterisches an sich hat, hat er alle Chance auf ein peppiges Revival.

Auf das warte ich geduldig und esse ihn bis dahin nur zu Hause und dort, wo er in guter Qualität gemacht wurde. Denn wenn man sich von seinen Geschmacksfestlegungen ein bissl loslöst, kann man auch mit dem Roten Rüben Salat einiges machen. Ich habe mich getraut und ein Rezept entwickelt, in dem ich ihn gemeinsam mit Karpfenfilets in Backpapier gewickelt.

Was?!?!? Zwei Zutaten die die Geister scheiden in einem Rezept?!?!? Mut kann man nicht kaufen, ich weiß, aber man kann beides probieren, sowohl den Mut als auch das Rezept für die Karpfenpackerln  Es ist immer wieder erstaunlich wie viel man durch ein bissl Mur erleben kann. Das gilt auch für geschmackliche Abenenteuer.

In der klassischen Österreichischen Küche wird die Rote Rübe meistens gekocht und  mit Kren kombiniert. Das ist gut, aber für meinen Geschmack auf die Dauer auch ein bissl langweilig…

Kein Wunder also, dass wir keine wirkliche Beziehung und vor allem keinen zeitgemäßen Geschmack zur Roten Rübe parat haben! Aber das lässt sich leicht ändern, denn die Rote Rübe hat kulinarisch einiges zu bieten und kann dabei mit durchaus unterschiedliche Geschmäckern und Konsistenzen aufwarten. Ausprobieren lohnt sich!

Tipps & Tricks für Rote Rote Rüben

  • Hütet Euch bei Euren ersten Versuchen davor, Rote Rüben einfach zu einem Eintopf oder in eine Ragout dazu geben – die Farbe des Gerichts kann abenteuerlich werden und da das Auge bekanntlich ja mitisst, ist es wichtig, das zu bedenken.
  • Bereitet die Roten Rüben lieber als eigenständiges Gericht zu und achtet beim Fertigstellen und Anrichten darauf, dass Ihr weder die Ränder der Schüssel noch Zutaten, mit denen ihr die fertigen Roten Rüben belegt, rot anpatzt. Sollte es dennoch passieren, die betreffende Zutat beherzt aber vorsichtig unterheben und das ganze mit zustätzlichen Kräutern,… bestreuen.  Das klingt jetzt vielleicht ein bissl heikel, aber es macht wirklich Sinn.
  • Ich finde es ja nicht so schlimm, wenn meine Hände von den Roten Rüben rot gefärbt werden, vorallem, weil sich die Farbe, so lange sie noch frisch ist, leicht abwaschen lässt. Wer das aber nicht möchte, zieht einfach Plasitkhandschuhe an.
    Verfärbte Schneidebretter lassen sich mit Zitrone recht gut reinigen. Das Schneidebrett dazu mit einer Zitronenhälfte kräftig abreiben, eventuell kurz einwirken lassen und dann abspülen. Spuren bleiben – aber die gehören zum Dasein von Schneidebrettern dazu.
Ich finde, zur Roten Rübe passen besonders gut:

Kreuzkümmel, Korianderkörner, frischer Koriander, frische Dille, frisches Basilikum, Zitronenschale, Zitronensaft, Kapern, ein fruchtig-scharfes Olivenöl, Joghurt und Ziegenfrischkäse.

 

Meine All-Time-Favorits mit roher Roter Rübe

Roh ist die Rote Rübe im Biss kräftig und knackig, das Aroma ist mehr erdig als süß und lang nicht so intensiv wie bei der gekochten. Ich empfehle daher all jenen, die sich vorsichtig an die Rote Rübe herantasten möchten, mit einem der beiden folgenden Rezepte zu beginnen.

Rote Rüben Carpaccio
  • Zuerst das Dressig zubereiten:
    guten Balsamico, kräftiges Olivenöl und etwas Honig mit Salz und frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer zu einem eher dicken Dressing verrühren
  • Koriandersamen ohne Fett rösten und nicht zu fein mörsern
  • Rote Rübe schälen, in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln und überlappend auf individuelle Teller auflegen. Mit dem Dressing beträufeln und mit den Koriandersamen bestreuen
  • einen mild-cremiger Ziegenfrischkäse auf den marinierten Roten Rüben verteilen
  • mit grob gehackten Walnüssen und frischem Basilikum bestreuen und sofort servieren

 

Rote Rüben Rohkost
  • Rote Rüben schälen und mit Äpfeln im Verhältnis 2:1 grob reiben
  • mit reichlich Zitronensaft, wenig Olivenöl und einer Prise Salz vermischen
  • wer möchte bestreut die rote Rüben Rohkost mit geschnittenem Rucola

Für mich persönlich mache ich die Rote Rüben Rohkost gerne auch mit Rosinen und frischem Koriander. Aber ich weiß, beides scheidet die kulinarischen Geister eben so sehr wie die Roten Rüben.

 

Meine Lieblingsrezepte mit gekochter Roter Rübe

Gekocht hat die Rote Rübe einen schweren, erdig-süßen Geschmack, der zu allen möglichen Kombinationen einlädt. Die Säure eines guten Essigs passt ebenso gut wie salzig-saure Kapern oder Salziges mit kräftigem Eigengeschmack wie Sardellen oder Feta. Sehr gut aufpeppen kann man die gekochte Rote Rübe mit Ingwer, Kreuzkümmel, frischer Dille.

Rote Rüben Spalten aus dem Rohr

Die Roten Rüben Spalten passen sehr gut zu Fisch oder Fleisch, können aber auch lauwarm als Vorspeise oder leichtes Mittagessen serviert werden.

  • Rote Rüben schälen und in gleichmäßige Spalten schneiden
  • mit gemörsertem Kreuzkümmel und etwas Olivenöl vermischen
  • im Backrohr bei 200℃ Umluft backen, bis sie weich und gut gebräunt sind (das dauert je nach Alter und Größe der Roten Rüben 30 – 45 Minuten)
  • aus dem Rohr nehmen und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Idee Condimento Biaco abschmecken

sogleich servieren oder

  • Rote Rüben Spalten leicht überkühlen lasse und nach Lust und Laune anrichten mit: Feta, Brunnenkresse und ein paar Kapern oder Sardellen, wachseichen Eiern und frischer Dille
Rote Rüben Suppe

250 g Rote Rüben

  • in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backrohr bei 180℃ Umluft backen, bis die Roten Rüben weich sind. Das Dauert je nach Größe der Roten Rüben 25 – 50 Minuten.
  • aus dem Rohr nehmen und auskühlen lassen

250 g Rote Rüben, gschälen und grob gerieben

1,5 l leichte Rindsuppe oder Gemüsebrühe

1 TL getrocknete Steinpilze

4 angedrückte Pimentkörner

2 angedrückte Wacholderkörner

10 Pfefferkörner

2 Petersilienstengel

etwas getrockneter Liebstöckel

  • gemeinsam aufkochen und ca 30 Min leicht köcheln lassen
  • abseihen
  • mit Salz und eventuell etwas Essig abschmecken
    Über das Abschmecken mit Essig trauen sich viele nicht drüber. Das ist sehr schade, denn guter Essig kann ein Gericht aufhellen und ihm den letzten Schliff verleihen. Bei der Roten Rüben Suppe ist der Essig ein Muss, also nur Mut! Taste Dich teelöffelweise voran – ja, lieber öfter wenig, als einmal zu viel Essig dazu geben! 
  • die im Rohr gebratenen Roten Rüben schälen, grob reiben und in die Suppe geben
  • gemeinsam erwärmen und nochmals abschmecken, denn jetzt braucht die Suppe vielleicht noch ein bisschen mehr Essig
  • heiß servieren

zum Selbernehmen stelle ich dazu auf den Tisch

  • gehackte, hartgekochte Eier
    Ich hacke die Eier ja nicht mit dem Messer, sondern halbiere sie und zerdrücke zuerst das Eiweiß mit einer Gabel und “zerpflücke” anschließend das  Eigelb mit den Fingern.
  • grob geschnittene Dille
  • glattgerührten Sauerrahm

 

Und wenn Ihr jetzt noch ein paar Infos & Fakten zur Roten Rübe wollt, die Umweltberatung hat sie meiner Meinung nach gut, kurz und bündig zusammengefasst
https://www.umweltberatung.at/rote-ruebe

Koch-Coaching finde ich deshalb so toll, weil ich dabei helfen kann das Kochen um so viel schöner und einfacher zu machen. Und das bei jedem Menschen, der kocht, ganz egal ob er es gut, gerne, oft oder nur ab und zu tut!

In unserer Gesellschaft ist das Kochen etwas sehr Selbstverständliches. Man tut es einfach. Man kann es einfach. Wir kochen und denken gar nicht viel darüber nach. Dabei hat jeder Mensch einen anderen Zugang zum Kochen, stellt sich oft sehr individuelle Fragen, geht mit den Herausforderungen, die das Kochen unweigerlich mit sich bringt auf seine ganz eigene Art um.

Jeder, wirklich jeder Mensch hat eine Emotion, ein Gefühl, hat das wachgerufen wird, wenn er ans Kochen denkt oder kocht. Diese Gefühle gilt es im Koch-Coaching vor den Vorhang zu holen, denn sie sind es, die unser Kochen stark beeinflussen.

Was ist Koch-Coaching jetzt eigentlich?

Da es mehr Themen gibt wie Köch*innen und selbst bei ähnlichen Themen die Herangehensweise immer sehr individuell und daher unterschiedlich ist, tu ich mir echt schwer, diese Frage kurz zu beantworten. Vielleicht hilft ein Beispiel 😊

Ein Beispiel, wie ein Koch-Coaching ablaufen könnte

Hast Du manchmal das Gefühl, Kochen ist nur mehr mühsam?

Als Koch-Coach werde ich Dich in so einem Fall als erstes fragen, WARUM Du kochst. Und mich mit einer Antwort wie „Weil ich muss“ nicht zufrieden geben. Dein Koch-Warum hilft uns nämlich, wieder Sinn und dadurch auch Freude in Deinen Kochalltag zu bringen. Das ist zu abstrakt? Kann ich verstehen.

Angenommen, Dein Koch-Warum lautet in etwa „Ich koche täglich weil es mir wichtig ist, dass die Kinder etwas Warmes essen“.

Dann können wir gleich einmal festhalten: Wenn Du täglich kochst, weil es DIR wichtig ist, dass die Kinder etwas Warmes essen, dann darfst Du Dir keine Dankbarkeit von außen erwarten. Nicht von den Kindern und nicht von Deinem Partner oder Deiner Partnerin.

Oft ist man damit schon einen großen Schritt weitergekommen. Nichts ist bekanntlich frustrierender als der Undank, aber kaum etwas hat mehr mit einem selber zu tun: man tut etwas (täglich kochen), verbindet damit eine gewisse Erwartungshaltung (Dank, Liebe, Anerkennung), und wenn die dann nicht erfüllt wird, ist man enttäuscht. Aber ganz ehrlich, da kann das Kochen nichts dafür und es ist echt sehr schade, wenn man es sich dadurch vermiesen lässt.

Aber natürlich kommt man nicht immer so schnell auf den Punkt. Wenn sich das tägliche Kochen nachhaltig negativ auf Deine Stimmung auswirkt, ist es daher mitunter notwendig, darüber nachzudenken was Dir wichtiger ist: Das tägliche warme Essen für die Kinder oder das Auflösen der Koch-Belastung?

Wenn der Wunsch, täglich ein warmes Essen für die Kinder zuzubereiten größer ist, dann machen wir uns auf die Suche, wie Du das Kochen für Dich entstressen kannst.

  • Macht Dir das Ausprobieren von neuen Rezepten Spaß? Dann versuche Dir dafür ab und zu Zeit zu nehmen.
  • Gehst Du gerne auf den Wochenmarkt? Dann verlege das Einkaufen doch ab und zu dorthin!
  • Das Kochen ist Dir langweilig? Vielleicht macht es Dir Spaß, während dem täglichen Kochen an Deiner Schneidetechnik zu arbeiten.
  • Ist das Kochen stressig, weil Du „nebenbei“ die Küche aufräumst, telefonierst, mit den Kindern wichtige Dinge besprichst, beim Anfangen eigentlich schon fertig sein solltest? Gönn Dir ein bisschen mehr Zeit und Ruhe beim Kochen. Wenn Du beim Kochen entspannter bist, brauchst Du weniger lang und hast Du danach mehr Energie und Lust für anderes. Echt!
  • Sei wieder einmal so richtig kreativ!
  • Halte Dich wieder einmal Schritt für Schritt an ein Rezept!
  • Es kann auch sein, dass es Dir hilft, einmal ganz genau darüber nachzudenken, warum Dir das tägliche, warme Essen für die Kinder so wichtig ist. Mitunter versteckt sich dahinter nämlich der Wunsch für die Kinder da zu sein. Das könntest Du an manchen Tagen ja auch auf eine andere Art tun.

Wenn Du allerdings Deine Koch-Belastung auflösen willst, dann machen wir uns hier auf die Suche nach Möglichkeiten.

  • Magst Du versuchen, für eine gewisse Zeit nur jeden zweiten Tag zu kochen?
  • Kannst Du vielleicht jemand anderen bitten, regelmäßig an bestimmten Tagen zu kochen?
  • Können qualitativ hochwertige Convenience Produkte helfen?
  • Wahrscheinlich ist es auch gut sich einzugestehen, dass es für alle Beteiligten besser ist, gemeinsam in guter Stimmung zu jausnen.

Du merkst, dass die Punkte verschwimmen und nicht ganz klar und eindeutig der einen oder anderen Herangehensweise zugeordnet werden können. Wichtig ist es aber dennoch den Weg zu wählen, der zu Dir passt – auch wenn mitunter genau dasselbe dabei herauskommt.

Wow, mit dem Beispiel hab ich Dich jetzt auf eine lange Reise mitgenommen! Merkst Du, wie viel in das Kochen hineinspielt?

Themenbeispiele für ein Koch-Coaching

Wie bei jedem anderen Coaching geht es auch beim Koch-Coaching darum, neue Wege und individuelle Lösungen zu finden. Mach Dich also auf eine bunte Mischung an Vorschlägen und Herangehensweisen gefasst. Damit Du Dir noch mehr unter einem Koch-Coaching hab vorstellen kannst, hab ich Dir noch ein paar Themen samt Lösungsvorschlägen zusammengestellt.

  • Du möchtest mehr Abwechslung und neue Rezept in Deinen Kochalltag bringen?
    Wir finden nicht nur genau die Rezepte, die für Dich passen, sondern Du lernst auch wie Du Dein Rezept-Repertoire in Zukunft ganz leicht erweitern kannst.
  • Du möchtest gesund kochen und wünscht Dir, dass es allen schmeckt?
    Welche Kriterien machen ein Gericht für Dich gesund? Wenn Du Dir darüber klar bist, besprechen wir, was genau das für die Rezepte bedeutet, wie Du Lieblingsrezepte mit ein paar Tricks gesund machen kannst oder welche gesunden Gerichte den Lieblingsrezepten ähnlich sind.
  • Du möchtest Dein Timing verbessern?
    Meistens geht es dabei darum, das Kochen besser in den Alltag zu integrieren und endet mit der Suche nach schnellen Rezepten. Da spricht natürlich nichts dagegen! Spannender und wirkungsvoller finde ich es aber das Timing während dem Kochen zu verbessern. Wenn die Abläufe beim Kochen besser funktionieren, wenn Du lernst, Dich während dem Kochen besser zu organisieren und Dich mit dem Timing beim Kochen auseinandersetzt macht das nicht nur viel Spaß sondern Dein Kochen auch schneller. Voila!
  • Du musst oder möchtest Deine Ernährung umstellen?
    Der Beginn einer Ernährungs-Umstellung hat für gewöhnlich Auswirkung auf den gesamten Alltag. Automatisierte Abläufe wie das Einkaufen, über Jahre entstandene Dinge wie Lieblingsgerichte, Rezepte, Lokale in die man gerne geht, verlangen plötzlich nach Aufmerksamkeit. Auf’s erste mühsam aber dann doch auch eine Chance für viel frischen Wind, neue Ideen und Kreativität. Gemeinsam finden wir Rezepte, Einkaufsmöglichkeiten, Lokale und Gerichte, die genau für Dich passen. Der Rest kommt dann von ganz alleine.

Zu helfen, all diese oft sehr individuellen Dinge herauszufinden und das Kochen wieder in ein gutes Ganzes einzubetten ist die Aufgabe eines Koch-Coaches. Eine großartige Aufgabe, wie ich finde 😊

Ich bin übersiedelt. Nein, nicht in eine andere Straße oder in einen anderen Bezirk, sondern nach Hohenems, am anderen Ende von Österreich. Und ja, ganz. Also nicht nur ein paar Monate im Jahr, wie ich das über Jahre mit den Wintern auf der Rasmus getan habe.

In meinem Herzen und in meinem Denken bin und bleibe ich aber Wienerin. Das soll nicht heißen, dass es mir hier nicht gefällt. Ganz im Gegenteil! Ich genieße die Natur, die Berge und die Langsamkeit, die das Leben in einer Kleinstadt mit sich bringt. Aber Wien spielt halt einfach in einer anderen Liga. Wien ist anders und das bin ich auch 😊  Mein Leben war und ist anders und hat mich entsprechend geprägt. Und dass ich hier als anders empfunden werde, ist sowieso klar – ich bin die Wienerin!

Warum gerade Hohenems? Gute Frage! Was macht man, mit 45 Jahren, nach einer 21-jährigen Beziehung und einem wirklich außergewöhnlichen Leben?

Ich habe das selbstbestimmte Alleinsein genossen, habe gekocht, mich intensiv um Barbaras Küche gekümmert. Ich habe viel Zeit mit sehr lieben Freundinnen und gutem Essen verbracht und wieder so richtig gelebt. In dieser Leichtigkeit war Raum für mein weiteres Leben. Was will ich? Allein bleiben? Weiter kochen und arbeiten wie bisher – halt eben nur das ganze Jahr? Eine Beziehung? Ein neues Abenteuer wagen? Ja, das wollte ich!

Das private Abenteuer: Eine neue Beziehung

Ein paar Tage vor dem ersten Lockdown habe ich Matthias kennen gelernt. Nein, das stimmt nicht ganz. Ich habe sein Profil auf Parship kennengelernt. Und das, obwohl ich mich dort gerade wieder abmelden wollte – nach nur einer Woche hatte ich genug von der doch etwas gespreizten Stimmung in der dort ernsthafte Beziehung gesucht werden. (Allen Leser*innen, die auf Parship eine neue Partnerschaft suchen möchte ich an dieser Stelle aber auch raten dran zu bleiben. Parship macht seine Sache gut und, ganz abgesehen davon, es lohnt die Mühe). Ich wollte eine ernsthafte Beziehung, aber doch nicht so!

Da ging es Matthias offensichtlich sehr ähnlich, denn bei ihm hab ich von Anfang an Freude und Neugierde gespürt. Er hat mich (am Telefon) zu seinem Lieblingsspaziergang mitgenommen, hat sich am Abend mit mir (am Telefon) ans Feuer gesetzt und wir haben bis spät in die Nacht in die Flammen geschaut und dem Knistern zugehört. Wir haben geplaudert und geplaudert und geplaudert und nicht nur einmal sind wir dabei mit dem Telefon in der Hand einfach eingeschlafen. Es war um mich geschehen und auch dem analogsten Teil in mir war bald klar, dass ITler sein, dabei kein Hindernis sein darf 😉

Ideen für ein gemeinsames Leben in Wien und Hohenems gab es viele, aber das Leben ist halt oft klüger, als wir Menschen und hat uns die Möglichkeit gegeben, viel Zeit mitsammen zu verbringen. Wir haben dabei nämlich schnell erkannt, wie wichtig uns das Zusammensein ist. Ich hab also meinen Kopf zurückgepfiffen und bin meinem Herzen gefolgt, hab meine Sachen in der Wohnung in der Harmoniegasse zusammengepackt und bin zu Matthias und seinen Kindern nach Hohenems übersiedelt.

Was bedeutet der Umzug für Barbaras Küche?

Jetzt lebe ich also in Vorarlberg. Dort koche ich fast täglich für 5 wunderbare Menschen, arbeite an meinen neuen Ideen und Konzepten für Barbaras Küche und bin sehr glücklich! Aber wie schon gesagt, Wien bleibt Wien und daher freue ich mich über jede Möglichkeit um hinter dem Arlberg hervorzukommen.

Bitte kontaktiert mich also weiterhin, wenn Ihr in Wien von mir bekocht werden oder einen Kochkurs mit mir machen wollt.

Die Küche in Hohenems weiß ich in meiner Abwesenheit in guten Händen: Der 12-jährige ist ein richtiger Wirbelwind – er schmeckt, riecht, probiert und kreiert Gerichte. Die 18 -jährige lernt in der Schule kochen und lässt die anderen immer wieder mal an ihrem Können teilhaben. Der 19-jährige nähert sich dem Kochen sehr analytisch und fordert sich selbst heraus, in dem er 6 Tage die Mahlzeiten für Geschwister und Vater plant und kocht. Und der Älteste hat vor Monaten die Pizza-Challenge angenommen und legt die Latte da mittlerweile schon sehr hoch.

Das berufliche Abenteuer: Neue Ideen für Barbaras Küche

Barbaras Küche ist schon vor vielen Jahren meine berufliche Heimat geworden. Ich liebe meinen Job als Privatköchin. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres als für und mit meinen Kund*innen zu kochen! In der Zeit der privaten Veränderung hatten auch berufliche Zweifel ihren berechtigten Platz. Die Corona-Lockdowns haben dann ihr Übriges getan und mein berufliches Abenteuer viel schneller als gedacht wahr werden lassen. Wie so oft, wenn einem eine Entscheidung abgenommen wird, ist man zuerst glücklich, dann hadert man ein bissl (weil’s halt doch nicht die eigene Entscheidung war) und dann ist man dankbar.

Und das ist auch schon die Kurzzusammenfassung dessen, was ich seit März 2020 fühle, denke und erlebe. Die Energie, die der abrupte Wegfall all meiner Aufträge freigestellt hat, konnte sich in vielen neuen Ideen und Projekten entfalten. Das Hadern wurde durch schöne Aufträge, die ich zwischen den Lockdowns von meinen Kund*innen bekam stark gemindert. Und in der Dankbarkeit, die aus all dem heraus entstanden ist, wurde mir klar, was mein neues Ziel mit Barbaras Küche ist:

Ich will das Bewusstsein dafür schaffen, dass es beim Kochen um so viel mehr geht als nur ums Kochen.

Wird uns das nämlich einmal klar, können wir ganz anders mit dem Kochen umgehen! Diese Erkenntnis gibt uns die Möglichkeit unseren Zugang und unseren Umgang mit dem Kochen auf eine ganz neue und individuelle Art zu erleben. Dabei ist es ganz egal, ob wir täglich, nur ab und zu, mit Freude, weil’s notwendig ist,… kochen.

Ich freue mich darauf, Euch schon bald mehr über meine neuen Ideen zu erzählen!

Ich und ein Online-Kurs? Ich, die analoge Barbara, die Stadtpläne lieber faltet als googlet, die das Haptische an Kochbüchern schätzt und Ö1 am liebsten aus dem Radio hört?

Aber was tun, wenn ich keine Kochkurse abhalten kann? Ein Online-Kochkurs? Naja, so ganz kann ich mir das nicht vorstellen… Aber trotzdem hab ich mir bestehende Online-Kochkurse angeschaut, mit Bruno von Saporito über das Wie philosophiert, hab mit einem lieben Freund Probeaufnahmen gemacht, hab Ideen geboren und Konzepte verworfen.

Und ich hab über einen Podcast nachgedacht. Wie Ihr wisst liiiiiiebe ich es über’s Kochen zu reden! Es gibt dazu soooo viel zu sagen! Es gibt darüber soooo viel zu erzählen! Da sind die unzähligen Annäherungen ans Kochen. Alles ist möglich. Jeder und jede hat einen eigenen Weg, einen eigenen Zugang. Lieblingsgerichte, kleine Kochfeinde, liebste Zutaten,…

Da war sie, die Idee zu einem Online-Kurs…

  • in dem sich alles um’s Kochen dreht ohne, dass es ein Kochkurs im herkömmlichen Sinn ist
  • in dem ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen längeren Zeitraum begleite
  • in dem sich jede und jeder ganz individuell weiterentwickeln kann
  • in dem wir schmecken, ausprobieren, riechen,…
  • und einmal ganz bewusst das in den Vordergrund stellen, was wir sonst einfach nur tun: das Kochen.

Aber wie’s halt so ist – zu jeder schönen Idee gibt’s Zweifel und Bedenken. Was für ein Glück, genau in dieser Phase bin ich auf SOMBA Kickstart gestoßen! Ein Online-Kurs in dem ich lerne einen Online-Kurs zusammenzustellen und zu launchen, aber viel wichtiger: Ein Format, in dem mich tolle Coaches mit liebevoller Strenge aus meiner Comfort-Zone hinausstoßen. Keine Ausrede gilt! Und schon bin ich mittendrinnen in der digitalen Welt und beschäftige mich mit Dingen, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt.

Was Euch beim Kochen stresst

Ich habe eine Umfrage zu eurer Stimmung beim Kochen gemacht. Was ist für Euch das Schönste am Kochen? Was stresst Euch im Kochprozess am meisten?

Den größten Stress erzeugt offensichtlich das Timing. Das Timing während dem Kochen. Ein voll spannendes Thema! Aber auch sehr, sehr groß. Und ja, ich geb’s gleich zu – für meinen ersten Online-Kurs hab ich mir das für Euch zweitwichtigste Thema ausgesucht. Der kulinarische Alltagstrott.

  • „Was koche ich heute?“
  • „Ich koche immer dasselbe“
  • „Ich möchte mit dem saisonalen Angebot abwechslungsreicher kochen“
  • „Ich trau mich nicht über neue Zubereitungsarten“,…

Und jetzt ist es soweit! Kommende Woche beginnt mein erster 4-wöchiger Online-Kurs Einfach Kochen – Wege aus dem kulinarischen Alltagstrott.

Ich freue mich schon riiiiiiesig und hoffe, dass viele von Euch dabei sein werden!!!

Der erste Testlauf meines Online-Kurses

Wie in meinen Kochkursen möchte ich nämlich auch im Onlineformat so intensiv wie nur irgend möglich auf Eure Bedürfnisse eingehen und dabei hoffe ich auf Eure Unterstützung. In der ersten Runde des Kurses haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit wöchentlich einen Fragebogen auszufüllen damit ich weiß, ob wir in der richtigen Richtung unterwegs sind, oder ob Ihr doch lieber wo verweilen oder abbiegen wollt. Als Dankeschön für Eure Mitarbeit ist die Teilnahme an dieser ersten Runde kostenlos.

Wenn Ihr Interesse habt füllt doch gerne und gleich das Anmelde-Formular aus oder lest hier noch mehr über den Ablauf von meinem Kurs Einfach Kochen.

Ich freu mich auf alle, die mit mir gemeinsam den kulinarischen Alltagstrott verlassen wollen und wünsche uns allen viel Spaß beim Kochen und Genießen!

Dass ich ein richtiger Suppentiger bin, ist kein Geheimnis – ein großes Repertoire an Lieblingssuppen versteht sich dabei von selbst 😉 Momentan ist es die Karottensuppe mit Ingwer. Cremig, mit leichter Süße und dem, für mich notwendigen Pepp vom Ingwer. Unbedingt ausprobieren!

Rezept Karottensuppe mit Ingwer
für 4 – 5 Portionen

500 g Karotten
250 g Zwiebel
3 Knoblauchzehen
35 g – 45 g Ingwer
1 TL Ingwer, gemahlen
½ TL Kurkuma, gemahlen
½ TL Kreuzkümmel
600 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
frisch gemahlener Chili
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frischer Koriander oder Petersilie zum Servieren


  1. Karotten schälen und in Scheiben schneiden.
    Zwiebel klein würfeln.
    Knoblauch und Ingwer schälen und gemeinsam klein schneiden.
  2. Zwiebel in wenig Olivenöl langsam anrösten. Knoblauch, Ingwer und Kreuzkümmel dazugeben und einige Zeit mitrösten. Karotten, gemahlenen Ingwer und gemahlenen Kurkuma dazugeben durchrühren und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen und zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln, bis die Karotten sehr weich sind (das dauert 12 – 20 Minuten – je dünner die Karotten geschnitten sind, umso schneller
    geht´s)
    .
  3. Die Kokosmilch zugießen und die Suppe mit dem Stabmixer pürieren, die Konsistenz, wenn notwendig mit zusätzlicher Kokosmilch oder zusätzlicher Gemüsebrühe korrigieren. Und auch wenn man denkt, es macht nur Arbeit und keinen Unterschied: die Suppe durch ein feines Sieb streichen (ich verwende da gerne die Flotte Lotte) denn es macht einen großen Unterschied!
    Mit Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und einer Prise Chili pikant abschmecken.
  4. Die Suppe nochmals erhitzen und mit gehacktem Koriander oder, wenn man den nicht so mag, mit Petersilie bestreuen und servieren.

Okay, das ist jetzt wirklich eine Art Geständnis, aber ab und zu hab ich echt total Lust auf so ein richtige Retro-Gericht. Schinkenrolle, Käse-Igel, Waldorfsalat, gefüllte Eier, Shrimps Cocktail,… Ja eh… Aber der Shrimps Cocktail ist echt einen Versuch wert 🙂

Rezept: Shrimps Cocktail im Retro-Stil

für 6 – 8 Vorspeisen Portionen | Video ansehen

  • 500 g Shrimps, TK, roh

für den Kochsud

  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zitronenschalenschnitzer (damit meine ich: mit einem kleinen, scharfen Messer einen Streifen von der Zitronenschale abschneiden)
  • 1 TL Zucker
  • ½ TL Salz

zum Anrichten

  • Chicorée Blätter
  • Dille, ganz oder gehackt
  • Forellen Kaviar

für die Cocktailsauce

  • 100 g Blitzmayonnaise
  • 1 – 1½ EL Ketchup
  • ½ TL Kren (frisch gerieben oder gute Qualität aus dem Glas)
  • 2 – 3 EL geschlagenes Schlagobers (das ist opional, aber schon sehr gut 😉 )
  • etwas Sojasauce (oder Weinbrand oder Worchestershire Sauce oder Wiener Würze)
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • Salz und frisch gemahlener Zitronenpfeffer

zum Fertigstellen

  • 1 Avocado

  1. Die tiefgekühlten Shrimps auftauen lassen. Das geht über Nacht im Kühlschrank oder in ca 15 Min in reichlich kaltem Wasser.
  2. So viel Wasser in einen Topf füllen, dass es für die Menge der Shrimps deutlich zu viel erscheint. (Ich weiß, dass das keine präzise Angabe ist, aber ich weiß auch, dass es nach dieser Beschreibung gut funktioniert. Echt!) Alle Zutaten für den Kochsud dazu geben und aufkochen. Die aufgetauten Shrimps ins kochende Wasser geben, den Topf sofort von der Herdplatte ziehen. Shrimps 2 Min (bitte wirklich nicht länger) ziehen lassen, abseihen.
  3. Für die Cocktailsauce Blitzmayonnaise, Ketchup und Kren verrühren. Das geschlagene Schlagober unterheben und mit Sojasauce, eventuell etwa Zitronensaft, Salz und frisch gemahlenen Zitronenpfeffer abschmecken.
  4. Avocado schälen und gemeinsam mit den gegarten Shrimps unter die Cocktailsauce heben. Nochmals abschmecken.
  5. Beim Anrichten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Zwei Vorschläge von mir seht Ihr im Video – aber so viel sei verraten, ich finde, ganze Chicorée Blätter und etwas Dille sind ein Muss und der Forellen Kaviar peppt lässig!

Eine Beilage mit kleinem WOW! Pomme duchesse sind zwar „nur“ eine Beilage, aber immer etwas Besonderes.

Pomme duchesse sind ganz einfach zu machen (wirklich!), auch für viele Personen super zum Vorbereiten (nämlich bis inklusive Punkt 5) und machen einfach was her. Kein Wunder also, dass sie sich mir für’s letzte Rezept-Video vor Weihnachten regelrecht aufgedrängt haben 🙂

Herzlichen Dank wieder einmal an WAUWAU Pfeffermühlen, das Kochen der Rezepte für die Videos macht immer großen Spaß!

Frohe Weihnachten – vielleicht ja mit Pomme duchesse…

Rezept: Pomme duchesse

für 6-8 Beilagenportionen | Video ansehen

  • 500 g mehlige Erdäpfeln
  • 40 g Butter
  • 3 Dotter
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 1 Ei zum Bestreichen

  1. Erdäpfel kochen, noch warm schälen und auf einem Brett ausdampfen lassen.
  2. Butter schmelzen.
  3. Die noch lauwarmen Erdäpfel durch eine Erdäpfelpresse drücken und mit den übrigen Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten.
  4. Masse noch warm in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und in Rosetten auf ein, mit Packpapier ausgelegtes Blech spritzen. Ist die Masse kalt, wird sie fest und lässt sich deutlich schwerer formen. Nun völlig auskühlen lassen. Damit die Masse fest wird, und die Rosetten beim Bestreichen mit dem Ei die Form behalten.
  5. Ei mit wenig Wasser sehr gut verschlagen und die Pomme duchesse mit dem verschlagenen Ei bestreichen. Das geht am besten mit einem sehr weichen Pinsel, Silikonpinsel eignen sich daher nicht wirklich…
  6. Die Pomme duchesse im vorgeheizten Backrohr bei 200˚ C Umluft 10 – 12 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind.

Wieder ein Flammkuchen 🙂 Das Rezept vom Flammkuchenteig mit meinen damaligen Lieblingsbelägen hab ich schon im Sommer 2018 gepostet – aber irgendwie hab ich das Gefühl, Ihr glaubt mir nicht, wie einfach, schnell und unkompliziert er zu machen ist…

Daher jetzt noch mal im WauWau Rezeptvideo. Dieses Mal mit sehr herbstlichen Belägen denen der Käse von Stephan Gruber (https://kaes.at/) besonders gut steht! Ja, man kann natürlich auch anderen Käse verwenden, aber der Besuch von Stephans Marktständen oder seiner Website lohnt dennoch 😉

Ich mache den Flammkuchen gerne aus einem Topfen-Ölteig weil der etwas flaumiger wird als der Teig ohne Topfen und viel schneller gemacht ist als ein Germteig. Zack, zack, zack und der Flammkuchen ist fertig! Beim Kochkurs Glutenfrei kochen & backen am 12.11.19 werden wir auch wieder einen glutenfreien Flammkuchen machen.

Rezept: Flammkuchen mit herbstlichem Belag

für 1 Blech | Video ansehen

für den Teig

  • 200 g Mehl, glatt
  • 125 g Topfen 10%
  • 50 g Olivenöl
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Salz

zum Bestreichen

  • 125 g Topfen
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Variante 1: Kürbis & Speck

  • ¼ Hokkaido
  • 1 rote Zwiebel
  • 80 g Schinkenspeck
  • 100 g Gruyére
  • frische Salbeiblätter
  • Muskatnuss
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Variante 2: Birne & Brimsen

  • 3 – 4 weiche Birnen
  • 1 roter Zwiebel
  • 150 g Brimsen
  • Thymian
  • Koriandersamen
  • Salz und frisch gemahlener Zitronenpfeffer

  1. Backrohr auf 220 ℃ Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Topfen mit Ei, Olivenöl und Salz in einer eher weiten Schüssel gut verrühren.
  3. Mehl mit dem Backpulver vermischen, unter die Topfenmasse rühren und dann verkneten. Ich mache das indem ich das Mehl zuerst mit dem Löffel unterrühre und, wenn der Teig nicht mehr ganz so feucht ausschaut, knete ich ihn in der Schüssel in mit der Hand. Dabei bestaube ich den Teig mit ein bissl zusätzlichem Mehl.
  4. Teig auf ein Backpapier legen, etwas bemehlen und 2 mm dünn auswalken – dabei wird er fast so groß wie das Blech.
    Möchte man lieber 2 kleinere Flammkuchen machen, den Teig einfach halbieren. Einen Teil auswalken und den anderen Teil abdecken oder in Frischhaltefolie wickeln und, je nach Dauer und Raumtemperatur, in den Kühlschrank legen oder heraußen liegen lassen.
  5. Ausgewalkten Teig mit dem Backpapier auf dein Blech heben und mit dem gewürzten Topen bestreichen.
  6. Variante Kürbis & Speck:
    Hokkaido waschen, entkernen und mit einem Sparschäler in dünne Scheiben hobeln. Roten Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Den Speck in Streifen schneiden und den Gruyére grob reiben. Den Flammkuchen mit den Kürbisscheiben belegen. Die Salbeiblätter in kleine Stück zupfen und mit dem roten Zwiebel über dem Kürbis verteilen. Mit Muskatnuss, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit dem geriebenem Käse bestreuen.
    Variante Birnen & Brimsen:
    Roten Zwiebel, schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die Birnen vierteln, schälen und entkernen. In Spalten schneiden und mit dem roten Zwiebel auf dem Flammkuchen verteilen. Thymian von den Stämmchen rebeln und über den Flammkuchen streuen. Wer die Koriandersamen in der Mühle hat, den Flammkuchen einfach damit würzen, wer nicht, hackt die Koriandersamen zuerst (ich geb dazu gerne ein bissl Wasser oder Öl auf die Koriandersamen, damit sie nicht davon springen). Den Brimsen auf dem Flammkuchen verteilen.
  7. Flammkuchen auf der untersten Schiene bei 220° C Ober- und Unterhitze 10 Minuten backen, dann auf den Boden des Backrohres stellen und bei derselben Temperatur weitere 4 – 5 Minuten backen.
    Da jedes Backkrohr ein bissl anders tut, den Flammkuchen dabei beobachten. Der Teig soll jedenfalls an der Unterseite eine durchgehend schöne Farbe haben. Wenn notwendig, den Flammkuchen anschließend noch kurz ganz oben ins Rohr schieben, damit er ein bissl Farbe bekommt.

Ihr kennt sie ja schon, meine liebste Bäuerin Helene und Ihr saisonales Angebot. Wenn man so wie ich unlängst Glück hat, dann geht man um Paradeiser zu Ihr und kommt mit selbigen und Hauszwetschken nach Hause. Beides ist einen Ausflug in die Kettenbrückengasse oder zum Naschmarkt wert!

Die Hauszwetschken wollte ich sofort zu Zwetschkenknödel verarbeiten und hab sie kurzerhand für das Rezeptvideo zu Wauwau  mitgenommen 🙂

Zwetschkenknödel mit Erdäpfelteig sind viel unkomplizierter als man gemeinhin denkt – traut Euch und probiert’s aus! Das Schwierigste ist mitunter gute Zwetschken zu bekommen – aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden mit einem Zwetschkenbaum oder Ihr habt bei Helene Glück!

Rezept: Zwetschkenknödel

für 9-10 Zwetschkenknödel | Zum Rezept-Video

für die Knödel

  • 9 – 10 Zwetschken
  • 250 g mehlige Erdäpfel
  • 100 g griffiges Mehl
  • 25 g Grieß
  • 1 Ei
  • Muskatnuss
  • ½ TL Salz
  • 9 – 10 Stk kleinen Würfelzucker

für die gerösteten Brösel

  • 100 g Brösel
  • 30 g Kristallzucker
  • 50 g Butter

Staubzucker zum Bestreuen


  1. Erdäpfel am Vortag in der Schale weich kochen. Gut ausdampfen und erkalten lassen.
  2. Erdäpfel schälen und reiben oder durch die Erdäpfelpresse drücken. Mit Mehl, Grieß, Ei, Muskatnuss und Salz flott zu einem Teig verarbeiten. Dabei nicht zu lange zu kneten. Mit etwas Mehl stauben und 30 Minuten kühl rasten lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Brösel rösten. Butter in einer Pfanne zerlassen, die Brösel einstreuen und bei mittlerer Hitze unter regelmäßigem Rühren schön braun rösten. Da braucht’s schon ein bissl Geduld, wenn die Brösel nämlich zu wenig geröstet sind, schmecken sie sehr langweilig… Also auf jeden Fall so lange rösten, bis sie so riechen, dass man sie unbedingt kosten möchte 🙂Pfanne vom Herd nehmen und den Kristallzucker einrühren.
  4. Zwetschken auf einer Längsseite öffnen und entkernen. Je einen kleinen Zuckerwürfel statt dem Kern in die Zwetschke geben.
  5. Arbeitsplatte leicht bemehlen. Den Erdäpfelteig zu einer gleichmäßigen Rolle mit ca 5 cm ᴓ formen und in 9 – 10 Scheiben schneiden. Ein Teigstück in die flache Hand legen, eine Zwetschke mittig drauf setzen und mit dem Erdäpfelteig umhüllen. Teig gut verschließen und runddrehen. Mit den restlichen Zwetschken ebenso verfahren.
  6. Kräftig gesalzenes Wasser in einem weiten Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und die Zwetschkenknödel ins nicht sprudelnd kochende Wasser einlegen. Wasser einmal kräftig aufwallen lassen, die Hitze wieder reduzieren und die Zwetschkenknödel leicht wallend 20 Minuten kochen lassen.
  7. Die Zwetschkenknödel aus dem Wasser heben und in den gerösteten Brösel wälzen. Mit Staubzucker bestreuen und sogleich servieren.

Marillenzeit 🙂 Für alle, die schon Marillenmarmelade eingekocht, Marillenkuchen gebacken und Marillenknödel gemacht haben eine neue Lieblingskombination von mir: Marille & Chili. Der Marillenröster mit Chili peppt jede Käseplatte auf. Versprochen!

Okay, okay, beim Dreh vom Rezeptvideo bei WauWau hab ich’s mit dem pfeffern vom Käse ein bissl übertrieben. Aber Ihr wisst ja, wie gerne ich die Mühlen von WauWau verwende und der Kubebenpfeffer riecht dann auch noch sooo gut…

Rezept: Marillenröster mit Chili

für ca 300 ml | Video ansehen

  • 500 g Marillen
  • 50 g – 80 g Kristallzucker (das richtet sich ganz nach den Marillen und dem eigenen Geschmack)
  • etwas Zitronensaft
  • gemahlener Chili

  1. Marillen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden.
  2. Marillenspalten mit Zucker und Zitronensaft in einen Topf zugedeckt aufkochen. Mit halb aufgelegtem Deckel bei mittlerer Hitze und unter wiederholtem Umrühren langsam weich dünsten (das dauert meistens so 10 – 15 Minuten).
    Da kommt’s ganz auf die Marillen und den eigenen Geschmack an – wird der Marillenröster zu flüssig, dann einige Zeit ganz ohne Deckel kochen lassen, legen sich die Marillen sehr am Topfboden an, etwas Wasser dazu geben.
  3. Marillenröster mit Chili würzen, etwas auskühlen lassen und abschmecken.