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Barbara

Gutes Essen war schon immer Teil meines Lebens. Seit 2012 habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und koche als Privatköchin in Wien und in der Karibik.

Teure Markenmesser sind Teil des neuen Lifestyles geworden. Als absolut unverzichtbar werden sie uns von prominenten Köchinnen, Magazinen, Starköchen und Herstellern angepriesen. Wir können, nein müssen wählen, denn die Wahl des Messers ist ein Statement, eine Philosophie.

Nur auf die Schärfe der Messer wird vordergründig kein Wert mehr gelegt und viele Köchinnen und Köche haben Angst davor. Die Gefahr sich zu schneiden scheint logisch und, dass man sich sogar mit stumpfen Messern immer wieder verletzt, dient als Bestätigung dieser Skepsis.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Mit gut geschliffenen Messern schneidet man nicht nur besser und schneller sondern verletzt sich auch viel weniger. Messer sind zum Scharfsein gemacht. Kein Wunder also, dass sie stumpf nicht viel taugen, der schneidenden Hand viel zu viel Druck abverlangen und dann doch nicht schneiden sondern abrutschen. Direkt auf die Finger der anderen Hand.

Sommerreife Paradeiser sind der Paradetest für ein Messer!

Fast wie von selber soll ein scharfes Messer durch die pralle Haut gleiten, den Paradeiser in saftige Scheiben schneiden, ihn nicht zerdrücken und zerquetschen.

Mit einem scharfen Messer macht Schneiden Spaß. Ein großes, scharfes Messer und ein bisschen Technik verwandeln das einst lästige schneiden von Zwiebel und Gemüse in ein rhythmisches Zerteilen von Gerüchen und Farben.

Schneiden, ein bisschen Technik

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Finger greifen den Messergriff weit vorne und umfassen dabei auch die Klinge. Der Messergriff liegt daher sowohl in der Hand als auch unter dem Handgelenk. Die leichte, wiegende Schneidebewegung beginnt in der Schulter und setzt sich über den Oberarm bis ins Messer fort. Die Messerspitze bleibt am Brett. Wie Wellenschneiden, nur dass darunter die Petersilie liegt.

Theoretisch vielleicht ein bisschen schwer vorzustellen aber leicht und logisch wenn man es einmal unter Anleitung ausprobiert hat.


Nur Mut! Tut Euch und Euren Messern etwas Gutes und lasst sie ab und zu schleifen.
Der Aufwand lohnt sich, versprochen!


Ergänzend sind ein guter, stabiler Messerschleifer zum Durchziehen oder ein Schleifstein unverzichtbare Begleiter, an die man sich schnell gewöhnt und die man dann nicht mehr missen möchte. Der oft empfohlene Wetzstahl allerdings ist für Ungeübte schwierig zu Bedienen und nimmt dem Messer ganz leicht die scharfe Schneide.

Designte Messer sind gut, scharfe Messer sind besser!

Zum Abschluss ein paar Tipps damit Eure Messer länger scharf bleiben:

  • Messer nicht in eine Lade legen sondern in einem Messerblock oder an einer Magnetzeile aufbewahren.
  • Holzbretter oder weich Plastikbretter verwenden, Bretter aus Glas oder Stein sind für scharfe Messerklingen zu hart
  • Messer nach dem Gebrauch unter fließendem Wasser abspülen und trocknen. Reinigungsmittel und Salz im Geschirrspüler greifen nicht nur die Schneide an auch die Griffnieten der Messer können erodieren.
  • Lebensmittel bitte, bitte nicht mit der scharfen Klinge vom Brett schieben! Oft wird der Messerrücken zum Schieben empfohlen, aber da macht mir die scharfe, nach oben gedrehte Klinge Angst! Ich schiebe oder hebe das Geschnittene lieber mit einer Teigkarte vom Brett

In Wien kann man seine Messer schleifen lassen bei: