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Rezepte

Nach fast 20 Jahren ist es soweit: Ich hab mein Rezept für selbstgemachte Zitronenlimonade – Lemon Squash aufgeschrieben 🤩

Magdalena Holzer vom Weltladen in Hohenems und ich sind ja schon seit meinem ersten Besuch bei Matthias und den Kindern in Kontakt. Ich kaufe bei Ihr ein. Gewürze! Schokolade! Körberln! Sie folgt mir auf Facebook und hinterfragt mein Tun, wenn ich z. B. im März ein Rezept mit Tomaten poste. Vor 2 Wochen dann, waren wir gemeinsam Mittagessen und sehr schnell war klar, dass wir was gemeinsam machen wollen und was bietet sich da mehr an, als Rezepte mit Produkten aus dem Weltladen?!

Eine sehr schnell zubereitete Vorspeise, die durch ihre Einfachheit und Klarheit zu etwas ganz Besonderem wird. Jedes Mal, wenn ich den marinierten Fenchel mit Avocado zubereite, muss ich dem Impuls widerstehen noch einen geräucherten Saibling oder einen Ziegenfischkäse mit auf den Teller zu tun. Es passt beides sehr gut dazu, aber ohne ist`s einfach besser! Der Mut diese einfache Vorspeise zu servieren wird belohnt, denn der knackige Fenchel, dessen Süße durch die fruchtige Marinade noch verstärkt wird, und die weich-cremige Avocado sind einfach geniale Partner.

Also, das ist ein wirklich schnelles Rezept! Und das tolle ist: Es schmeckt nicht so. Alles, was aus dem Rohr kommt, gibt uns das Gefühl von gutem und wohltuendem Essen und genau so ist es auch. Das einzige Geheimnis bei der Lachsforelle mit ofengeschmorten Paradeisern ist, die Form groß genug zu wählen, denn die Paradeiser sollen lose darin Platz finden. Nur so können sie die Röstaromen entwickeln, die diesem Gericht den besonderen Touch geben.

Gratinierte Erdäpfel sind absolutes Soulfood und bei uns ein anhaltender Hauptspeisen-Hit. Höchste Zeit also, mein Rezept dafür zu teilen! Ich mache sie, ganz österreichisch, mit Béchamel, würze sie sehr vorarlbergisch, mit gutem Käse und gebe ihnen, typisch italienisch, mit Kapern, Säure und mit groben Bröseln und Pinienkernen Crunch.

Ich empfehle Dir sehr, dieses Rezept auszuprobieren, denn die gratinierten Erdäpfel kommen mit wenigen Zutaten aus, sie sind einfach gemacht und brauchen selbst an einem Tisch mit leidenschaftlichen Fleischesser*innen nichts als einen knackigen Salat dazu!

Rotkraut selber machen ist viel einfacher, als man gemeinhin denkt! Ich weiß, im Herbst und während den Feiertagen ist eigentlich die wirkliche Rotkraut-Zeit in der Küche. Aber da ist oft viel los und man ist ohnehin mit der Zubereitung diversester Gerichte beschäftigt. Daher rate ich Euch, das neue Jahr mit Rotkraut-Kochen zu beginnen – denn Rotkraut gehört zu dem Gemüse, das man den gesamten Winter aus heimischem Anbau bekommt. Siehe dazu auch meinen Blog-Beitrag zum Saisonkalender Jänner.  Nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen und Ihr werdet sehen, das Rotkraut schmeckt auch jetzt 🙂

Für die ersten Male empfehle ich, das Rotkraut mit Dingen zu kombinieren, die schnell gemacht oder gut zum Vorbereiten sind. In der Alltagsküche passen zum Beispiel gebratene Schupfnudeln sehr gut dazu. Die brauchen zwar ihre Zeit, aber man kann sie fix und fertig kochen und braucht sie zum Aufwärmen nur mehr anrösten.

Und wenn man`s ein bissl edler möchte, dann sind gebratene Schweinsmedaillons oder ein gebratenes Lachforellen- oder Lachsfilet schnelle Begleiter zum Rotkraut. Die gebratene Gans oder das Wildragout samt Erdäpfelknödel würd ich aber wirklich erst dann mit dem selbstgemachten Rotkraut kombinieren, wenn`s schon leicht und selbstverständlich von der Hand geht.

 

Rezept Rotkraut

 

für 6 – 8 Portionen

1 kg Rotkraut
200 g Zwiebel
120 ml Rotwein

200 ml Apfelsaft
60 ml Apfelessig
20 g Zucker
1 Zimtstange
½ TL gemahlener Zimt
1 Msp Nelkenpulver
1 Msp Piment
Salz

2 Äpfel
2 EL Preiselbeermarmelade


  1. Rotkraut vierteln, die äußeren Blättern entfernen. Fein schneiden und mit 60 ml Apfelsaft, 60 ml Apfelessig und 2 TL Salz kräftig verkneten. Einige Stunden, aber besser noch über Nacht rasten lassen. Ausdrücken.
  2. Zwiebel klein würfeln und in etwas Öl farblos anschwitzen. Zucker dazu geben und unter Rühren schmelzen. Mit Rotwein und 140 ml Apfelsaft ablöschen. Rotkraut untermengen, mit Zimtstange, gemahlenem Zimt, Nelkenpulver und Piment würzen. Zudecken und ca. 35 Minuten kernig-weich garen. Hat man das Rotkraut über Nacht marinieren lassen, dann braucht’s wahrscheinlich weniger lang, hat es nur kurz mariniert, dann vielleicht sogar etwas länger … Super Angabe, ich weiß.
  3. Die Äpfel schälen, entkernen und grob reiben. Gemeinsam mit der Preiselbeermarmelade ins Rotkraut rühren und zugedeckt 10 – 15 Minuten fertig dünsten. Abschmecken und heiß servieren.

 

Ein farbenfrohes, wärmendes Gericht für kalte, graue Tage, das bei uns im Moment allen schmeckt. Auch der ganz leidenschaftlichen Fleischesserin. Es ist cremig und g´ schmackig und macht rundum zufrieden. Die Zubereitung braucht nur 20 Minuten und die Verwandlung von einem wässrigen Gemüseeintopf zu einem cremigen Schmorgericht passiert dann wie von selbst im Rohr.

Die Rote Rübe lässt in Österreich niemanden kalt! Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Da gibt es kein Dazwischen. Ich finde das echt spannend. Warum ist das so? Liegt es an ihrem kräftigen, alles verfärbenden Rot? Hat es mit ihrem erdig-süßen Geschmack zu tun? Oder wird sie in der österreichischen Küche einfach ein bisschen vernachlässigt ?