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Rezepte

Ich sitze im Sensoriklabor der BOKU Wien, die Atmosphäre ist konzentriert, weiß und steril. Vor mir stehen nummerierte Stamperln mit klaren Flüssigkeiten und ich soll erschmecken welches süß, sauer, bitter, salzig, umami und neutral ist.

Ein erster Schluck. Dursichtig, wässrig, nichts. In meinem Hirn beginnt´s zu arbeiten. Was schmecke ich? Wo ist meine Geschmackserinnerung?

Noch ein Minischluck, den ich versuche besser im Mund zu verteilen. In meinem Kopf arbeitet´s immer noch wie wild. Schmecken ohne der Hilfe von Fühlen und Sehen hat eine ganz neue Qualität.

Anhand von 11 verschiedenen Cocktailparadeiser Sorten, bzw Typen lerne ich meine geschmacklichen Grenzen kennen.

Vieles an dem Projekt* ist für mich neu und spannend. Aus 60 Bewerbern wurden mittels sensorischem Geschmackstest 15 ausgewählt. Unser Geschmack wurde gemessen und bewertet, war keine persönlich „Geschmackssache“ mehr. Und dann sitzen wir 15 um einen Tisch, verkosten Paradeiser und es entsteht ein fast babylonisches Durcheinander. Jeder schmeckt etwas anderes, die Meinungen und Empfindungen gehen auseinander um sich nach einiger Zeit bei sehr ähnlichen Beschreibungen wieder zu finden. Oft sind es die Worte die fehlen…

* Das Projekt nennt sich Arbeitsgruppe Bauernparadeiser und hat sich die bäuerlich Saatgutzüchtung und die gemeinsame, standortbezogene Sortenverbesserung zum Ziel gesetzt. Arche Noah, Fibl, die BOKU Wien, BIO AUSTSTRIA, die Gartenbausschule Langenlois, das Lehr- und Forschungszentrum Schönbrunn betreiben und unterstützen das Projekt.


Und da es am Balkon, im Garten und auf den Märkten gerade überall „Paradeiser“ schreit, jetzt noch das Rezept für eine schnelle und köstliche Paradeiser Tarte, die ich gerne für meine Mittagessen mache.

Paradeiser Tarte


Rezept: Paradeiser Tarte

  • 350 g – 400 g Paradeiser, am besten in unterschiedlichen Farben und Formen
  • 140 g Ziegenfrischkäse
  • 3 EL geriebener Parmesan
  • 1 Bd  Thymian, die Blätter abgezupft
  • 1 Blätterteig
  • 2 TL Honig
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Ei, zum Bestreichen der Ränder

  1. Die großen Paradeiser in 1 cm dicke Scheiben schneiden, die Cocktailparadeiser halbieren.
  2. Ziegenfischkäse mit Parmesan und Thymian verrühren.
  3. Den Blätterteig ausrollen und die Ränder ca 2 cm breit abschneiden. Mit Ei bestreichen und so auf den Teig legen, dass ein erhöhter Rand entsteht.
  4. Den gewürzten Ziegenfrischkäse innerhalb der Ränder verteilen und dicht mit den Paradeisern belegen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit den 2 TL Honig beträufeln.
  5. Die Ränder mit Ei bestreichen.
  6. Die Paradeiser Tarte im vorgeheizten Backrohr bei 200 ° C Umluft 20 – 25 Minuten backen bis der Rand schön gebräunt ist.
  7. Vor dem Servieren etwas überkühlen lassen.

 

Wenn das Wetter wärmer und freundlicher wird, kommt die Lust auf mehr Obst und Gemüse ganz von selber. Das hat die Natur schon gut eingerichtet und bringt damit unser Inneres mit dem Äußeren in Einklang.

Ich find´s immer schön, wenn es nach der Winterpause wieder mehr heimisches Gemüse gibt und freue mich jedes Mal, wenn ich was neues aus er Region im Regal entdecke!

Jetzt gibt´s neben Spargel scOLYMPUS DIGITAL CAMERAhon Gurken, Paprika, Radieschen und Eiszapfen, Rucola, Salat, viele Kräuter, Rhabarber und die ersten Erdbeeren!

Die Salate von Helene sind wieder riesengroß, knackig-frisch und können die Nähe zum Erdreich nicht verleugnen. Ich mag´s, wenn ich merke wo die Lebensmittel gewachsen sind, da wasche ich den Salat auch gerne doppelt 

Ein ganz anderer Salat, den ich im Moment oft mache ist eine Art „Übergangssalat“ aus gekochten Erbsen und Radieschen. Ich liebe diesen Salat und bin jedes Mal wieder begeistert vom Kontrast der Zutaten, der für mich erst im Mund so richtig sensationell wird. Die weichen, süßlichen Erbsen und die knackigen, manchmal ein bisschen scharfen Radieschen, verbindend der Feta und erfrischend die Minze. Ausprobieren!

Der Salat eignet sich übrigens auch hervorragend zum Mitnehmen ins Büro oder als Beilage beim Grillen!

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Rezept: Marinierte Erbsen & Radieschen

  • 300 g tiefgekühlte Erbsen
  • 1 Bd Radieschen
  • Gutes Essen war schon immer Teil meines Lebens. Seit 2012 habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und koche als Privatköchin in Wien und in der Karibik.75 g Feta
  • 2 – 3 Stämme Minze
  • 1 Bd Petersilie
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Die Erbsen nach Packungsanweisung in wenig kochendem Salzwasser kurz blanchieren. Abseihen und sofort mit kaltem Wasser abkühlen, damit sie ihre schöne Farbe behalten.

Die Radieschen in Würfel schneiden, den Feta grob zerbröseln oder auch in Würfel schneiden. Die Minze und die Petersilie hacken.

Erbsen, Radieschen Feta und Minze vermischen. Mit weißem Balsamico, Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer marinieren.