Warum der Weihnachtskarpfen auf Euren Tisch gehört

Der einzige Nachteil vom Karpfen ist, dass er Karpfen heißt! Würden wir ihn einfach anders nennen und damit die vielen Karpfenerinnerungen umgehen, ich bin überzeugt, er wäre ein beliebter Speisefisch.

Mein Weg zur Karpfenliebe

Die meisten von uns haben einfach kein Bilder, keine Gerüche, keinen Geschmack zu einem Mhmmm-das-war-gut-Karpfengericht.

Bei mir war das auch nicht anders und darum bin ich Marc Mößmer von der ARGE Biofisch sehr dankbar, denn er hat mich vor einiger Zeit auf den Karpfen gebracht. Mit viel Spaß habe ich seither Rezepte für meinen Bio-Fisch Kochkurs Karpfen entwickelt und ausprobiert. Hab Freunde verkosten lassen und mich immer wieder gefreut, wenn’s geschmeckt hat.

„Wow, das ist gut – schmeckt gar nicht nach Karpfen!“

Der arme Karpfen. Er schmeckt also nur, wenn er nicht nach Karpfen schmeckt… Was so natürlich nicht stimmt!

Das Gute am Karpfen

Karpfen aus verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafteten Teichen schmeckt, und zwar, einfach gut! Karpfen hat keinen sehr aufdringlichen Eigengeschmack und lässt sich daher sehr vielfältig verwenden. Besonders das geschröpfte Filet nimmt Gewürze gut auf. Das Fleisch ist robust aber fein. Karpfen muss nicht so auf den Punkt gebraten werden wie Saibling, Forelle oder gar Thunfisch und schafft es daher immer saftig auf’s Teller.

Ich sag’s Euch, der Karpfen ist der kleine Wunderwuzzi unter den heimischen Fischen! Gut, dass er im Fischratgeber von Greenpeace unter den ganz wenigen Fischen ist, die regelmäßig mit „Wenn Fisch dann dieser“ ausgezeichnet werden 😊

Karpfen gehört zu Weihnachten. Warum das so ist, weiß ich zwar nicht, aber ich hoffe, dass dadurch auch heuer wieder das eine oder andere Vorurteil abgebaut wird. Und um dem Nachzuhelfen habe ich auch gleich ein weihnachtliches Karpfenrezept für Euch, das durch drei Dinge besticht: es ist gut zum Vorbereiten, einfach zum Fertigstellen und optisch extrem weihnachtlich. Was braucht es mehr in den turbulenten Vorbereitungen zum schönsten Fest des Jahres!!! Da kann man schon mal vernachlässigen, dass es zwei durchaus schwierige Produkte vereint, nämlich Karpfen und Rote Rüben.

Okay, okay,… Wer Rote Rüben nicht mag, ersetzt sie einfach durch gemischte Kräuter und etwas gepressten Knoblauch. Wen der Karpfen skeptisch stimmt, dem rate ich dringend, es trotzdem auszuprobieren.

Gutes Gelingen und frohe Weihnachten!


Weihnachtliche Karpfenpackerln

Zutaten für 6 Portionen

  • 900 g Karpfenfilet, geschröpft
  • 1 Glas milder Rote Rüben Salat (ich verwende gerne den von Staud’s)
  • 60 g Butter
  • Kren (frisch gerieben oder aus dem Glas)
  • Honig
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 6 Backpapierstücke, die Standardbreite von ca 38 in 25 cm lange Stücke geschnitten
  • Küchengarn oder Heftklammern

Zubereitung

  1. Karpfenfilet mit kaltem Wasser abspülen, trocknen und in 6 annähernd gleich große Stücke schneiden.
  2. Den Rote Rüben Salat abgießen. Den Kren reißen oder das Glas öffnen 😉  Butter in 6 Stück schneiden.
  3. Je ein Karpfenfilet in die Mitte des Backpapiers legen und mit Salz und Pfeffer würzen. Darauf kommen 2 EL Rote Rüben Salat, ½ TL Honig, 1 guter TL Kren und ein Stück von der Butter. Das Backpapier über dem Fisch zusammenfalten und an den Seiten wie Zuckerln zusammenbinden (oder mit Heftklammern zusammenklammern) und auf ein Backblech legen.
    Bis hierher lässt sich alles sehr gut vorbereiten. Die Karpfenpackerln bis zur Verwendung kühl stellen. Kurz vor dem Essen, das Backrohr auf 200° C Umluft vorheizen und:
  4. Die Karpfenpackerln ins Rohr schieben und bei 200° C Umluft 12 Minuten garen. Aus dem Rohr nehmen, 2 Minuten rasten lassen und entweder im Backpapier oder auf individuelle Teller angerichtet servieren. Dazu passen Salzerdäpfel und ein einfaches Sauerrahmsaucerl.

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